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    Intesa-Chef Fallico glaubt an Wirtschaftswachstum in Russland noch in diesem Jahr

    © AFP 2019 / GIUSEPPE CACACE
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    Russland wird das laufende Jahr mit einem Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von mindestens einem Prozent abschließen. Diese Prognose gab Antonio Fallico, Chef der Bank Intesa – russischer Tochter der italienischen Finanzgruppe Intesa Sanpaolo - in der südrussischen Stadt Rostow am Don.

    Antonio Fallico, Chef der Bank Intesa Mosca
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    Antonio Fallico, Chef der Bank Intesa Mosca

    „Natürlich ist das nicht sonderlich positiv, zugleich aber auch kein Drama. Die Tendenz wird kurz- und mittelfristig nur steigend sein“, sagte der Bankier am Vortag auf einer Pressekonferenz. Russland habe sich der Situation angepasst, da der Ölpreis mitunter unter 40 US-Dollar je Barrel falle. Plus dazu noch Sanktionen, die gegen Russland verhängt worden seien.

    „Selbst wenn die Sanktionen weiter in Kraft bleiben, wird Russlands BIP auch 2017 wachsen, um mehr als ein Prozent. Das ist ein positiver Moment vor dem Hintergrund der gesamten negativen Situation.“

    Fallico zufolge versucht Russland jetzt, Schritte zur Diversifizierung seiner Wirtschaft zu machen. „Und wir Investoren sehen das. Sowohl die Regierung als auch der Präsident Russland tun alles in ihren Kräften Stehende, um dieser Situation ein Ende zu setzen.“

    „Russland ist reich an Bodenschätzen, was zugleich auch ein Problem für Moskau ist. Auf Russland drückt das auf Naturressourcen orientierte Wirtschaftsmodell. In den letzten 15 Jahren hätte man etwas ändern und die Wirtschaft diversifizieren können. Leider nichts dergleichen. Deshalb hat die Wirtschaft gerade jetzt besonders schwer zu leiden – unter der Last extrem niedriger Ölpreise“, sagte der Italiener.

     

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    BIP-Wachstum, Banca Intesa, Antonio Fallico, Italien, Russland