SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Enthüllungen der „Panama Papers“ (30)
    5451
    Abonnieren

    Die USA könnten die Sanktionen gegen Russland auf Grundlage der Panama Papers erweitern. Das Finanzministerium der USA will die vor kurzem in den Medien veröffentlichten Materialien der Kanzlei Mossack Fonseca analysieren, die angeblich die Beteiligung mehrerer Spitzenkräfte aus der Politik an Briefkastenfirmen aufweisen, berichtet RT.

    Der Vizepräsidentin von Transparency International, Shruti Shah, zufolge sollten die US-Behörden vor allem gegen die Korruption im eigenen Land kämpfen, und nicht im Ausland.

    Das Finanzministerium der USA will die Panama Papers analysieren und Informationen über diejenigen finden, die Unternehmen bzw. private Personen beim Umgehen der US-Sanktionen gegen Russland unterstützen könnten. Wie eine Quelle gegenüber Bloomberg berichtete, könnte Washington bereits im Juni neue Firmen und private Personen auf die Sanktionslisten setzen.

    Auch das Justizministerium zeigte Interesse an den Panama Papers, die zum Anlass genommen wurden, die internationale Korruption zu bekämpfen. Die US-Justiz kündigte an, die Zahl der Staatsanwälte bei der Ermittlung von internationalen Korruptionsfällen zu erhöhen.

    Gegen Korruption in anderen Ländern zu kämpfen, ist gut. Allerdings sollte auch nach denjenigen gesucht werden, die in den USA Geld verschwinden lassen.

    Es fällt auf, dass in den Panama Papers nur wenige Informationen über US-Unternehmen und Personen zu finden sind. Laut Shah hängt dies damit zusammen, dass es in den USA sehr einfach ist, Geld zu verstecken und die Identität des Anlegers zu verheimlichen.

    „Man muss nicht unbedingt nach Panama und in andere Offshore-Gebiete fahren. Korrumpierte Beamte und andere Verbrecher können nicht nur dort ihr Geld waschen. Man kann dies in jeden US-Bundesstaat tun“, so Shah.

    In jedem US-Bundesstaat kann eine Gesellschaft mit begrenzter Haftung (GmbH) bzw. jede andere juristische Person registriert werden, wobei die Identität des Begünstigten nicht aufgedeckt wird. 2015 lagen die USA auf Platz drei im Ranking der Offshore-Gebiete. Panama liegt auf Platz 13. Die US-Sicherheitsorgane und Aufsichtsbehörden müssen sich sehr anstrengen, um in den USA für Ordnung zu sorgen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Enthüllungen der „Panama Papers“ (30)

    Zum Thema:

    Nach Panama-Skandal: EU will in sechs Monaten umfassende Liste von Steueroasen
    WikiLeaks-Umfrage: Wollen wir wirklich absolut alle Panama Papers einsehen?
    Panama Papers: „Steueroasen wird man nie trockenlegen“ – Steuerexperte
    Was steckt hinter den „Panama Papers“?
    Tags:
    Korruption, Offshore-Zonen, Panama Papers, Shruti Shah, USA