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09:11 22 August 2019
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    ThyssenKrupp-Fabrik in Duisburg, Deutschland

    Tausende deutsche Stahlkocher protestieren gegen Billigimporte aus China

    © AP Photo / Martin Meissner
    Wirtschaft
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    Die Mitarbeiter des größten deutschen Stahlherstellers ThyssenKrupp haben am Montag die Produktion gestoppt. Rund 16.000 Stahlarbeiter sind auf die Straßen von Duisburg gegangen, um gegen unlauteren Wettbewerb seitens Stahlproduzenten aus China und gegen wachsende Steuerabgaben zu protestieren

    „Es geht um unsere Arbeitsplätze”, zitieren deutsche Medien den Vorsitzenden des ThyssenKrupp-Stahl-Gesamtbetriebsrats, Günter Back. 2016 könne zum Schicksalsjahr für die Branche werden.  Auf der einen Seite ist die Branche von massiven Einfuhren von billigem Stahl aus China bedroht. Auf der anderen Seite drohen noch höhere Kosten durch die Verschärfung des Emissionsrechte-Handels in Europa.

    Die Demonstranten forderten von der Regierung Initiativen zur Sicherung der Zukunft der Branche.

    In den vergangenen drei Jahren stockte China seine Stahlexporte nach Deutschland um die Hälfte auf. Das ist unter anderem auf die niedrigen Preise zurückzuführen, die deutsche Hersteller nicht anbieten können. Außerdem produzieren die Chinesen Stahl mit sehr hohem CO2-Ausstoß und anderen Emissionen.

     

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    Tags:
    Demonstration, Proteste, Thyssen-Krupp, Deutschland, China