23:14 10 Dezember 2019
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    Bank der Schweiz – Credit Suisse

    Schweizer Großbank rät ihren Kunden zu aktiven Investitionen in Russland

    © AFP 2019 / Fabrice Coffrini
    Wirtschaft
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    Die zweitgrößte Bank der Schweiz – Credit Suisse – empfiehlt ihren Kunden, ihre Präsenz und ihre Aktiva in Russland aufzustocken. Dagegen sollten sie ihre Aktivitäten in Mexiko reduzieren, schreibt die Agentur Bloomberg unter Hinweis auf eine Bankmitteilung.

    „Es wird empfohlen, die Position Mexikos zu reduzieren und die Risiken in Russland zu erhöhen“, heißt es. Laut Bloomberg übersteigen die nach dem Risiko ausgewogenen Aktiva in Mexiko heute die Benchmark (ein Finanzguthaben, dessen Rendite als Muster für den Vergleich der Investitionsergebnisse dient) um fünf Prozent, weshalb empfohlen wird, sie im Verhältnis zur Benchmark um 20 Prozent zu reduzieren. Die Aktiva in Russland liegen jetzt um 50 Prozent unter der Benchmark, weshalb empfohlen wird, sie in Bezug auf den Vergleichswert um 25 Prozent anzuheben.

    Der Bank zufolge sind die Empfehlungen hinsichtlich Mexikos mit den Erwartungen des Finanzinstitutes verbunden, dass die niedrigen Ölpreise zu einer Reduzierung der föderalen Ausgaben dieses großen Ölproduzenten führen werden.

    Die Portfolio-Managerin der Credit Suisse, Anna Vaananen, sagte gegenüber der Agentur Reuters, die Investoren würden Russland nach dem vor zwei Jahren gefallenen Interesse erneut ihre Aufmerksamkeit schenken.

    Einer früheren Mitteilung zufolge sind die beiden Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS daran interessiert, die russische Regierung in Fragen der Privatisierung mehrerer russischer Unternehmen zu beraten, obwohl ausländische Banken wegen der Befürchtungen, gegen die Sanktionen zu verstoßen, Russland ungern Konsultationen anbieten.

    Die Bank Credit Suisse besteht seit 1856. Sie agiert in 50 Ländern der Welt und beschäftigt mehr als 48.000 Mitarbeiter.

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    Tags:
    Credit Suisse, Anna Vaananen, Russland, Schweiz