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    Enthüllungen der „Panama Papers“ (30)
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    Die Chefmanagerin von 10 361 der von der Kanzlei Mossack Fonseca eingerichteten Briefkastenfirmen war … eine Tote. Die Frau, die als Geschäftsführerin dieser Firmen geführt wurde, war vor mehr als zehn Jahren verstorben, wie die Ausgabe „The Sunday Times“ schreibt.

    Wie Journalisten aus den Niederlanden herausfanden, hat der im Jahr 2005 eingetretene Tod die Managerin aber in keiner Weise daran gehindert, die Dokumente „zu unterschreiben“, zum Sekretär der Firmen „gewählt zu werden“ und zu den Versammlungen der leitenden Organe „zu erscheinen“.

    Eine andere Geschäftsführerin, die laut den Papieren der Kanzlei Mossack Fonseca mehr als 7 000 Firmen „leitet“, wohnt in einem Bungalow in einem Wald etwa 20 Kilometer von Panama-Stadt entfernt.

    Wie der Mitbegründer von Mossack Fonseca, der Anwalt Ramón Fonseca, nach dem Ausbruch des „Panama-Gate“ erklärte, hält sich das Unternehmen an die internationalen Gesetze, darunter in der Sphäre der Besteuerung, und hat niemals  irgendwelche Finanzdokumente vernichtet oder Hilfe bei Steuerhinterziehung erwiesen. Der Anwalt wies jegliche Beschuldigungen, dass die Kanzlei Mossack Fonseca an Geldwäsche beteiligt gewesen sei, zurück und sagte, „was wir tun, ist legal“.

    Der um die veröffentlichten so genannten Panama Papers ausgebrochene Skandal berührte Politiker in vielen Ländern – von Großbritannien und Argentinien bis hin in die Ukraine. Nach den WikiLeaks vorliegenden Daten soll der „Einwurf“ der Dokumente von Washington organisiert worden sein und sich gegen Wladimir Putin gerichtet haben.

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    Panama Papers, Mossack Fonseca, Ramón Fonseca