05:31 02 April 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Rettungsanker in der Ölkrise (90)
    175318
    Abonnieren

    Der Ölpreis kann trotz der beim Öl-Gipfel in Doha ausgebliebenen Einigung steigen, wie der amerikanische Kanal CNBC unter Verweis auf Analysten der US-Großbank Citi berichtet.

    Als klar geworden war, dass sich die Vertreter der ölfördernden Länder nicht auf ein Einfrieren der Öl-Förderung einigen würden, seien die Ölpreise zunächst stark abgestürzt. Bei Future-Geschäften mit Brent Oil habe der Sinkflug 5,66 Prozent auf 40,66 Dollar je Barrel betragen. Viele Experten meinen, diese Tendenz werde weiter anhalten.

    Citi-Analysten indessen meinen, dass trotz der gescheiterten Verhandlungen in Doha manche Ölproduzenten — Venezuela, Nigeria und Algerien — ihre Ölförderung reduzieren könnten. Auf diese Weise könnte der Preis für Brent Oil im zweiten Halbjahr bei etwa 39 Dollar je Barrel liegen, im dritten Quartal auf 46 Dollar und im vierten Quartal bis auf 52 Dollar ansteigen.

    „Nach fast zwei Jahren des unentwegten Wachstums der Vorräte an den Ölmärkten scheinen sie sich einer Periode der dauerhaften Verringerung zu nähern, dank welcher der Ölpreis bis zum Jahr 2017 auf bis zu 60 Dollar ansteigen wird“, meinen die Citi-Experten.

    Venezuela, Nigeria und Algerien werden aus der Sicht der Analysten wegen fehlender Investitionen, politischer Instabilität und sozialer Unruhen genötigt werden, ihre Ölvorräte nicht weiter zu vergrößern.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Rettungsanker in der Ölkrise (90)

    Zum Thema:

    Ölpreisentwicklung: Was erwartet der Markt von dem Treffen in Doha?
    Öl-Poker um Iran: „Die Saudis können diese Spiele nicht lange spielen“
    Ölpreissturz: Nur ein Rechenfehler?
    Iran gegen Russlands Kompromiss: Keine Bereitschaft zum Einfrieren der Ölfördermenge
    Tags:
    Öl, Doha