11:50 25 Oktober 2020
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    Was wird mit dem Brexit? (340)
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    Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen zwischen den USA und Großbritannien können im Fall eines EU-Austritts des Königreichs bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen, wie der US-Präsident Barack Obama äußerte.

    „Großbritannien wird mit den USA keinesfalls Abkommen schneller als die EU aushandeln können. Es können fünf oder sogar zehn Jahre ins Land gehen, bis wir etwas erzielt haben werden“, so Obama in einem BBC-Interview.

    Bei einem sogenannten Brexit würde sich Großbritannien am "Ende der Warteschlange" wiederfinden. Die USA würden London keinen Vorzug bei den Verhandlungen geben und zunächst ein Abkommen mit "dem größten Handelspartner — dem europäischen Markt" anstreben, warnte Obama bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Ministerpräsidenten David Cameron.

    TTIP-Demo in Hannover
    © AFP 2020 / Nigel Treblin / dpa
    Für den 25. April ist ein Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs mit der US-Führung in Deutschland geplant. Im Mittelpunkt des Gespräche wird das Abkommen über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) stehen. Am Treffen mit US-Präsident Barack Obama in Hannover nehmen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Großbritanniens Premierminister David Cameron, Italiens Regierungschef Matteo Renzi und der französische Präsident François Hollande teil.

    Beim EU-Gipfel am 20. Februar handelte Premier Cameron Sonderbedingungen für den EU-Verbleib Großbritanniens aus. Das betrifft vor allem die Aufnahme von Flüchtlingen. Dabei verzichtet London jedoch nicht auf sein Referendum über die EU-Mitgliedschaft, welches für den 23. Juni angesetzt ist.

    Laut der jüngsten Internet-Umfrage des Unternehmens ORB International befürworten mehr als 50 Prozent der Briten den EU-Austritt ihres Landes.

     

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    Freihandelsabkommen, TTIP, Austritt, Brexit, David Cameron, Barack Obama, Europäische Union, USA, Großbritannien