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    CNN: Ölpreis gestiegen - doch viel zu spät für die USA

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    Rettungsanker in der Ölkrise (90)
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    Immer mehr US-amerikanische Unternehmen fallen dem Absturz der Ölpreise zum Opfer, obwohl das „flüssige Gold“ seit Mitte Februar 80 Prozent seines Verlustes zurückgewonnen hat, berichtet CNN.

    „So ist nun einmal die grausame Realität: Der Ölpreis klettert viel zu spät wieder nach oben, und viele US-Ölgesellschaften, die in Schulden versinken, können nicht mehr gerettet werden“, so der Sender.

    Am Montag hatte San Ridge Energy, eines der größten Ölunternehmen in den USA, seine Insolvenz bekanntgegeben. Laut CNN belaufen sich die Schulden der Firma auf vier Milliarden Dollar. Nur eine Woche zuvor war die Firma LINN Energy mit zehn Milliarden Dollar Schulden Pleite gegangen.

    Auch die auf die Ölerschließung und —förderung spezialisierte Firma Breitburn Energy Partners hatte am Sonntag ein Insolvenzverfahren eingeleitet, und eine Woche zuvor die Firma Penn Virginia, die Schieferöl gefördert hatte.

    Damit müssen viele Ölunternehmen trotz des neuen Preisanstiegs auf dem Weltmarkt weiter um ihre Existenz bangen. All diese Firmen haben enorme Schulden gemacht, als der Ölpreis noch bei mehr als 100 Dollar pro Barrel gelegen habe, so CNN.

    Nach Angaben des Rechtsanwaltsbüros Haynes and Boone haben allein in diesem Jahr 29 amerikanische Öl- und Gasunternehmen ihre Insolvenz verkündet.

    Ölgewinnung
    © REUTERS / Lucy Nicholson/Files

    Aus der Sicht des Geschäftsführers der Beratungsfirma SOLIC Capital könnte es demnächst zu einer neuen Insolvenzwelle kommen, vor allem unter Kleinunternehmen: „In dieser Branche gab es schon immer viele Spekulanten. Es ist also kein Wunder, dass es ständig diese Achterbahn-Zyklen gibt.“

    Die Investitionsbank Goldman Sachs hatte jüngst erklärt, dass das Überangebot an Öl auf dem Weltmarkt zum ersten Mal seit zwei Jahren von einem Defizit abgelöst worden sei. Laut ihrer Prognose wird der Ölpreis im zweiten Halbjahr die Marke von 50 Dollar pro Barrel erreichen.

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    Öl, Goldman Sachs, SOLIC Capital, LINN Energy, USA