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    Nasa-Missionen in Gefahr? USA verzichten auf russische Raketenantriebe

    © NASA . Scott Kelly
    Wirtschaft
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    Ein möglicher Verzicht des Pentagons auf russische Raketentriebwerke RD-180 kann sich negativ auf die Finanzierung von Nasa-Projekten auswirken, wie die Zeitung The Wall Street Journal unter Berufung auf Vertreter der Raumfahrtbranche schreibt.

    Heftige Debatten im US-Kongress über die Nutzung der russischen RD-180 hätten bereits einen negativen Einfluss auf US-Konzerne wie United Launch Alliance, Boeing und Lockheed Martin ausgeübt. Nun könnten die Einschränkungen auch Nasa-Projekte gefährden. 

    Wie WSJ weiter schreibt, könnten durch solche Maßnahmen beispielsweise viel weniger Atlas-V-Raketen ins All starten, was die Kosten der Nasa-Missionen in die Höhe treiben kann. Außerdem prognostizieren einige Vertreter der Raumfahrtbranche ein Anwachsen der die für die Raketenstarts nötigen Ausgaben in den kommenden Jahren um Hunderte Millionen US-Dollar.  

    Wie die Informanten laut WSJ mitteilten, führt der Anbieter der elektronischen Systeme, Sierra Nevada, der künftig auch Flüge zur Internationalen Raumstation (ISS) gewährleisten soll, in diesem Zusammenhang bereits Verhandlungen über einen möglichen Einsatz russischer und europäischer Raketen statt US-amerikanischer. 

    Die russischen Raketentriebwerke RD-180 werden auf Trägerraketen Atlas V installiert, die die Starts für die US-Luftwaffe sowie bei Wissenschafts- und Forschungsmissionen der Nasa durchführen. Zuvor hatte das Pentagon erklärt, es wolle so schnell wie möglich auf die russischen RD-180 verzichten.

    Auf Initiative von US-Senator John McCain hatte der US-Kongress bereits 2014 angeordnet, auf die russischen Triebwerke zu verzichten und den Bau von US-Analoga zu beschleunigen. Diese Einschränkung wurde jedoch wegen der derzeitigen Unverzichtbarkeit der Triebwerke in dem im Dezember in Kraft getretenen und bis zum Oktober 2016 geltenden Haushaltsgesetz aufgehoben.

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    Tags:
    Verzicht, die Internationale Raumstation ISS, Raketentriebwerk RD-180, United Launch Alliance, Lockheed Martin Corporation, Boeing, NASA, John McCain, USA, Russland