23:16 14 August 2020
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    Qualitative internationale Investoren haben die jüngsten souveränen Staatsanleihen Russlands erworben, die auf russische Schulden orientiert sind, wie der Chef für Schuldenkapital-Märkte der Investitionsbank VTB Capital, Andrej Solowjow, der Agentur RIA Novosti mitteilte.

    Russland habe in dieser Woche mit einer Emission von zehnjährigen Eurobonds einen Erlös von 1,75 Milliarden US-Dollar erzielen können. Die Rendite liege dabei bei 4,75 Prozent. Mehr als 70 Prozent dieser Eurobonds seien an ausländische Investoren gegangen, hieß es.

    „Es ist eine große Zahl von Fonds, Hedge-Fonds und privaten Banken. Eine ähnliche Investoren-Struktur, wie es sie bei Russlands früheren Eurobonds gegeben hat“, so Solowjow.

    Wie er erläuterte, hat die Platzierung der Wertpapiere nach einem neuen Schema, über das Nationale Depositorium für Verrechnung (russ. — NRD), stattgefunden, was die Teilnahme westlicher Investoren „potentiell geschmälert“ habe. Die Eurobonds seien von solchen Investmentfonds und Banken gekauft worden, die bereits Konten in diesem Depositorium oder bei russischen Brokern besitzen würden.

    Ungeachtet dieser Tatsache habe die Gesamtnachfrage bei diesen Wertpapieren etwa sieben Milliarden US-Dollar betragen, und dem Finanzministerium sei es gelungen, den gesamten geplanten Umfang von drei  Milliarden Dollar zu platzieren.

    Laut dem Haushaltsgesetz darf das Finanzministerium im Jahr 2016 an den Außenmärkten nur Anleihen in Höhe von maximal drei Milliarden Dollar aufnehmen. Wie der Direktor der Schulden-Abteilung des russischen Finanzministeriums, Konstantin Wyschkowski, mitgeteilt hat, kann Russland für die verbliebenen 1,25 Milliarden Dollar bis zum Jahresende noch Eurobonds emittieren.

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    Tags:
    Eurobonds, VTB Capital, Konstantin Wyschkowski, Andrej Solowjow, Russland