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    Höherer Mindestlohn: Gefahr für Menschen oder Möglichkeit für Roboter?

    © AFP 2019 / Johannes Eisele
    Wirtschaft
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    Populisten versprechen den Bürgern eine Mindestlohnerhöhung. Das bedeutet große Ausgaben für die Staatshaushalte. Eine Alternative zum Menschen sind die billigen Roboter, deren Einsatz zu einer immer größeren Kluft zwischen Arm und Reich führen kann. Das Problem analysiert der Ex-CEO von McDonald’s in einem Interview mit FOX Business Network.

    Ed Rensi, ehemaliger Chief Executive Officer von McDonald’s, ist zu dem Schluss gekommen, dass es viel günstiger ist, einen Roboterarm für 35.000 Dollar zu kaufen, als einen Mitarbeiter einzustellen, der ganz ineffizient für 15 Dollar pro Stunde Pommes eintüten wird. Dafür führt er einige wirtschaftliche Gründe an.

    Die Politiker, die immer öfter ihren Wählern versprächen, die Löhne in der Fast-Food-Branche zu erhöhen, verstünden überhaupt nicht, wie das Restaurantgeschäft funktioniere, so Rensi. Im Ergebnis bereiten sich viele Imbissbesitzer nach solchen politischen Versprechungen darauf vor, die Arbeitsplätze zu reduzieren.

    Der Mindestlohn in den USA beträgt 7,25 US-Dollar pro Stunde. In einzelnen US-Bundesstaaten ist diese Kennzahl höher. Wie etwa: 10 Dollar pro Stunde in Kalifornien, 9 Dollar pro Stunde in New York. Dabei wird der Mindestlohn in diesen Staaten in den nächsten Jahren gesetzlich auf 15 Dollar pro Stunde angehoben werden. Dies fordern auch die McDonald’s-Mitarbeiter, die vor dem Hauptquartier der Fast-Food-Kette protestieren.

    Die Fast-Food-Arithmetik sei ganz einfach: Die wenig qualifizierten Mitarbeiter, die für den Mindestlohn arbeiten, seien ineffizient, deswegen habe es keinen Sinn, ihnen mehr zu zahlen. Wenn ein Besitzer nicht in der Lage sei, seinen Mitarbeitern einen guten Lohn zu zahlen, gebe er eher diese Arbeit den Robotern. „Je stärker Sie die Lohnerhöhung unterstützen, desto schneller passiert das“, so Rensi.

    Laut Rensi soll der Mindestlohn nicht mehr vom Staat, sondern von den einzelnen US-Staaten reguliert werden, weil die Staaten ihre Bürger und deren Bedürfnisse besser kennen und besser wissen, was vor Ort geschieht, als irgendeiner aus Washington. 

    Außerdem meint Rensi, dass sich die Menschen, die um eine Lohnerhöhung kämpften, sich nicht um die US-Bürger kümmern würden, sondern um die Erhöhung der Abführungen an die Stiftungen und Haushalte. Er sei sich sicher, dass es keinen Erfolg mit Großunternehmen sowie McDonald’s haben werde, weil diese Branche größtenteils neue Technologien verwenden werde.

    Es werde zu einem langfristigen Problem. Wenn den Fast-Food-Ketten bei der Erhöhung des Mindestlohnes Geld fehlen würde, dann würden sie gezwungen sein, Menschen gegen Roboter auszutauschen. Obwohl diese neuen Technologien vorteilhaft wären, könnten die Roboter, die die Arbeit der Menschen übernehmen würden und die billiger als die wenig qualifizierten Menschen wären, zu Arbeitslosigkeit und sozialer Ungleichheit führen.

    Die McDonald’s Corporation ist ein amerikanisches Unternehmen und Franchisegeber von weltweit vertretenen Restaurants und der umsatzstärkste Fast-Food-Konzern der Welt. Das erste Schnellrestaurant wurde am 15. Mai 1940 von den Brüdern Richard und Maurice McDonald eröffnet.

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    Tags:
    Wirtschaft, Technologie, Roboter, McDonald’s, Washington, New York, Kalifornien, USA