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    Pipelineprojekt Nord Stream-2

    Nord Stream-2: Baukosten liegen bei acht Milliarden Euro

    © Sputnik / Igor Zarembo
    Wirtschaft
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    Das Pipelineprojekt Nord Stream-2 wird auf acht Milliarden Euro geschätzt, wobei die Transitgebühren für das Gas um 50 Prozent geringer als die über die Ukraine sein würden, wie der Finanzdirektor des Pipeline-Konsortiums, Paul Corcoran, auf einer Konferenz in St. Petersburg mitteilte.

    Corcoran zufolge wird ein Teil der Mittel auf Fremdkapital entfallen, die restlichen Mittel werden die Aktieninhaber selbst investieren. 

    Der Chef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, hatte im Juni 2015 die Baukosten für Nord Stream-2 in Höhe von 9,9 Milliarden Euro angekündigt.     

    Das Nord-Stream-2-Projekt sieht den Bau von zwei Strängen mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland vor. Gazprom würde über 50 Prozent der Anteile an der Nord Stream 2 AG verfügen, die europäischen Unternehmen BASF, E.On, Engie, OMV und Shell über jeweils zehn Prozent.

    Gegen das Projekt ist die Ukraine, die ihre Rolle als Transitland verlieren würde.

    Im Dezember 2014 hatte Russland den Bau der Gaspipeline South Stream wegen des Widerstandes der Europäischen Union gestoppt, die darauf bestanden hatte, dass das Projekt an die Regelungen des dritten Energiepakets angepasst wird, laut dem Pipelinebetreiber nicht gleichzeitig auch Gaslieferanten sein dürfen.

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    Baukosten, Nord Stream-2, South Stream, Engie, OMV, E.ON, BASF, Shell, EU, Gazprom, Paul Corcoran, Alexej Miller, Russland