12:25 20 November 2019
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    Besitzer des Konzerns Norilsk Nickel, Wladimir Potanin

    Erster russischer Milliardär investiert im Iran

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    Wirtschaft
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    Wladimir Potanin ist der erste russische Milliardär, der nach Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran reale Geschäfte mit diesem Land abgeschlossen hat, wie die Zeitung „Kommersant“ schreibt.

    Sein Fond für direkte Investitionen Winter Capital Partners (WCP) wurde laut der Zeitung zum Mitbesitzer einer Reihe von iranischen Internetunternehmen, darunter des landesweit größten Online-Händlers Digikala, der auch als „iranisches Amazon“ bekannt ist. 

    Der WCP wird über eine Beteiligung an der schwedischen Pomegranate Investment AB auch Teilhaber der iranischen Sarava-Gruppe, die im Internetgeschäft tätig ist und den Online-Händler Digikala (91 Prozent des iranischen Marktes) kontrolliert.   

    Der WCP — Geschäftsführer Wasili Nikolajew bestätigte der Zeitung, dass der Fonds tatsächlich Investor von Pomegranate sei. 

    Allerdings gibt es weder über die genaue Höhe des Engagements noch über die Größe des Aktienpakets Angaben. Laut einer gut unterrichteten Quelle wurde dieses Geschäft im März abgeschlossen. Damals hatte „Kommersant“ unter Hinweis auf eine Quelle geschrieben, dass ein „großer russischer Unternehmer“ in die iranischen Internet-Aktiva investiert habe.      

    WCP wurde 2015 als Venture-Kapitalgesellschaft gegründet und hat bislang schon 300 Millionen US-Dollar investiert. 

    Am 14. Juli 2015 war in Wien nach mehrmonatigen Verhandlungen ein historisches Abkommen zum iranischen Atomprogramm unterzeichnet worden. Das Papier konzipiert einen gemeinsamen, umfassenden Handlungsplan, dessen Erfüllung zur Aufhebung der Wirtschaftssanktionen führen sollte, die der UN-Sicherheitsrat, die USA und die EU früher gegen den Iran verhängt hatten. Gemäß dem Handlungsplan hat sich der Iran verpflichtet, kein waffenfähiges Plutonium mehr im Reaktor in Arak zu produzieren.

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    Tags:
    Investitionen, Sarava-Gruppe, Online-Händler Digikala, Winter Capital Partners, Kommersant, UN-Sicherheitsrat, EU, Wasili Nikolajew, Wladimir Potanin, Iran, USA, Russland