14:08 14 August 2020
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    Sanktionen gegen Russland (857)
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    Die jüngste erfolgreiche Platzierung russischer Eurobonds hat gezeigt, dass die vom Westen verhängten Sanktionen nicht die zuvor „angepriesene“ Wirkung entfalten, wie The Washington Times berichtet.

    „Es gibt eine Nachfrage nach russischen Wertpapieren, sie nimmt sogar zu. Der Kreml wird diese Krise überleben“, schreibt der WT-Kolumnist Todd Wood. Der Westen habe Russland mit der Einführung dieser Sanktionen bestrafen wollen, so Wood. US-Präsident Barack Obama habe damals von einer „Ermüdung der russischen Wirtschaft“ gesprochen. Des Weiteren habe die Schlüsselstrategie der Sanktionen darin bestanden, Russland und seinen einheimischen Unternehmen den Zugang zum ausländischen Kapitalmarkt zu versperren. Nun jedoch hat Moskau allerding mit einer Emission von zehnjährigen Eurobonds einen Erlös von 1,75 Milliarden US-Dollar erzielen können.

    Warum ausländische Investoren ihr Interesse an russischen Wertpapieren nicht verloren hätten, ist Wood zufolge einfach zu erklären: Profit. Solange die US-Notenbank Fed (Federal Reserve System) die Kreditzinsen nahe Null erhält, „damit das Land seine Schulden bedienen kann und die Wirtschaft nicht zusammenschrumpft“, kann keine Rede von Gewinnchancen sein. Russland hingegen lässt auf Renditen in Höhe von bis zu  4,75 Prozent hoffen.

    „Dies zeugt davon, dass russische Wertpapiere sich einer großen Nachfrage erfreuen. Oder glaubt jemand im Ernst, dass Russland Schwierigkeiten damit gehabt hätte, irgendwelche drei Milliarden US-Dollar auf dem Markt zu platzieren, wenn es keine Sanktionen gegeben hätte?“, so Wood.

    Und noch einen bedeutenden Umstand würden viele Amerikaner nicht verstehen: Russland habe eine sehr niedrige Staatsschuld, die von den USA belaufe sich mittlerweile auf fast 20 Billionen, „groß geschrieben“.

    Die Zahl der Investoren, die russische Wertpapiere kaufen wollen werden, werde mit der Zeit nur weiter steigen, prognostiziert der WT-Kolumnist.

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    Tags:
    Eurobonds, Sanktionen, Wirtschaft, Barack Obama, Europa, USA, Russland