22:26 04 August 2020
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    Während Franzosen in ganz Frankreich gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform protestieren, hat eine neue Studie des schweizerischen Finanzkonzern UBS ergeben, dass gerade die Pariser tatsächlich am wenigsten arbeiten.

    Der durchschnittliche Pariser arbeitete 2015 laut der UBS-Studie jährlich insgesamt 1.604 Stunden, also etwa 30 Stunden und 50 Minuten pro Woche. Auf dem zweiten Platz lagen die Lyoner mit jährlich 1.631 Stunden bzw. wöchentlich 31 Stunden und 22 Minuten.

    Die Studie untersuchte insgesamt 71 Städte der Welt. In New York, Peking und Tokio wird mit 35,5, 37,7 bzw. 39,5 Arbeitsstunden pro Woche besonders viel geschuftet. Wie The Telegraph berichtete, wohnen die absoluten Arbeitsbienen aber in Hong Kong, wo die Menschen durchschnittlich über 50 Stunden pro Woche arbeiten.

    Laut einer Studie des Statistik-Portals Statista ist Frankreich mit von 2005 bis 2012 jährlich durchschnittlich 139 wegen Streiks ausgefallenen Arbeitstagen pro 1.000 Arbeitnehmer absoluter Spitzenreiter beim Arbeitskampf in Europa.

    Seit zwei Monaten laufen gegen die neueste Arbeitsmarktreform in Frankreich immer wieder Streiks und Massenaktionen, bei denen es zu Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten, darunter auch Mitarbeitern der Ölraffinerien, und der Polizei kam. Das Gesetz hatte die Regierung am 10. Mai ohne Parlamentsabstimmung beschließen können. Es beinhaltet unter anderem eine Lockerung sowohl der bisher geltenden 35-Stunden-Woche als auch beim Kündigungsschutz.

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    Tags:
    Peking, New York, Hongkong, Lyon, Paris, Frankreich