13:56 23 August 2017
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    Sitzung des Höchsten Eurasischen Wirtschaftsrates im September 2015 in Grodno

    Putin lädt Wirtschaftsunions-Partner zu russischem Importersatzprogramm ein

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    Wirtschaft
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    Der russische Präsident Wladimir Putin sieht gute Perspektiven für den Beitritt der Partnerstaaten in der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) zum russischen Importersatzprogramm.

    „Wir laden alle unsere Partner zu einer gemeinsamen Produktion von Ausrüstungen und Ersatzteilen in mehr als 25 Branchen ein. Dazu gehören Maschinenbau, Elektronikindustrie, leichte Industrie und Landwirtschaft“, sagte Putin am Dienstag in Astana bei einer Sitzung des Höchsten Eurasischen Wirtschaftsrates.

    Russlands Präsident Wladimir Putin beim Russland-ASEAN-Forum in Sotschi
    © Sputnik/ Host Photo Agency/Аlexei Danichew
    Der russische Präsident schlug der Eurasischen Wirtschaftskommission (EAWK) vor, Vorschläge zur Schaffung eines einheitlichen Informationsraumes der EAWU vorzubereiten. „Die Idee der Schaffung eines einheitlichen Informationsraumes scheint recht aussichtsreich zu sein“, so Putin.

    Der russische Staatschef betonte, dass in diesem Jahr ein gemeinsamer Markt für Arzneimittel und medizinische Erzeugnisse geschaffen werden soll. Ein unabdingbarer Teil des Integrationsprozesses sei die Liberalisierung des Handels mit Dienstleistungen, so Putin. Er teilte mit, dass in diesem Jahr „Straßenkarten“ zur Vereinheitlichung der Gesetze der Partnerländer in den Bereichen Bauwesen und Projektierung, wissenschaftliche Forschungen und Tourismus angenommen werden sollen.

    Einheitliche Regeln würden bereits für 43 Servicesektoren oder mehr als 50 Prozent der Dienstleistungen in der Eurasischen Wirtschaftsunion gelten, so Putin.

    Die Eurasische Wirtschaftsunion, die aus der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft hervorging, ist ein Bündnis von fünf Staaten mit einem Binnenmarkt und einer Zollunion. Das Gründungsabkommen wurde im Mai 2014 von Kasachstan, Russland und Weißrussland unterzeichnet. Mit Armenien wurde im Oktober 2014 ein Beitrittsabkommen signiert. Kirgiistan trat der Union im August 2015 bei.

    Ziel der Eurasischen Wirtschaftsunion ist es, den Austausch von Waren, Kapital, Dienstleistungen und Arbeit zu erleichtern.

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    Tags:
    Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU), Wladimir Putin, Russland
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