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09:52 20 September 2019
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    Ölgewinnung in Saudi-Arabien

    Saudisches Öl für Europa billiger - für USA teurer

    © AP Photo / Hasan Jamali
    Wirtschaft
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    Rettungsanker in der Ölkrise (90)
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    Der saudische Ölproduzent „Saudi Aramco“ senkt für Europa seine Preise. Die USA hingegen müssen für das schwarze Gold tiefer in die Tasche greifen. Das berichtet „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine Kundeninformation des Staatskonzerns.

    Für den Nordwesten Europas werde das saudische Öl um 35 Cent pro Barrel günstiger, schreibt das Wirtschaftsmagazin. Der europäische Mittelmeerraum bekommt den Rohstoff für zehn Cent pro Barrel weniger.

    Genau umgekehrt verhält es sich mit den Rohstofftarifen für die USA und den Fernen Osten: Die Vereinigten Staaten werden zehn Cent und die asiatischen Länder 35 Cent mehr pro Barrel ausgeben müssen.

    In der zweiten Jahreshälfte steigen die Ölpreise traditionell an, betonen Experten laut dem WSJ. Die Preissenkung für konkrete Regionen sei auf die erstarkende Konkurrenz aus dem Iran zurückzuführen. Seit vergangenem Winter liefert das Land wieder Erdöl an Europa. Inzwischen erreichen Irans europäische Ölexporte 400.000 Barrel täglich.

    Mehr zum Thema: Wie Öl-Länder ihren angehäuften Reichtum wieder loswerden

    Der Wirtschaftsrat der saudischen Regierung habe, so das Wall Street Journal, Wirtschaftsreformen als Teil des strategischen Reformpakets „Vision 2030“ beschlossen. Mit dem Reformvorhaben plane das Königreich seine Wirtschaft grundlegend umzustrukturieren, um die Abhängigkeit des Staatshaushalts von den Öleinnahmen zu verringern.

    US-Dollar und russischer Rubel
    © REUTERS / Alexander Demianchuk

    Bei ihrem Arbeitstreffen in Wien am 2. Juni haben die erdölexportierenden Länder keine Einigung über ein Einfrieren der Ölförderung erzielt. Der nächste OPEC-Gipfel ist für den 30. November angesetzt.

    Nach der Sitzung in Wien erklärte der russische Energieminister Alexander Nowak, die OPEC funktioniere zwar weiterhin, ihre Bedeutung sei aufgrund innerer Widersprüche jedoch zurückgegangen, kardinale Entscheidungen würden nicht mehr getroffen werden. Anfang Mai erklärte der Chef des russischen Ölkonzerns „Rosneft“, Igor Setschin, als geeinte Organisation sei die OPEC praktisch ausgestorben. Die Zeiten, in denen sie die Marktregeln habe bestimmen können, gehörten der Vergangenheit an.

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    Öl, OPEC, EU, USA, Saudi-Arabien