03:08 10 Dezember 2019
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    Ein Traktor auf einem Feld im russischen Gebiet Krasnodar

    Weizen statt Waffen: Russlands Agrarexport dank Sanktionen auf Rekordhoch

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    Russische Landwirtschaft überholt bei den Ausfuhren den Energie- und Rüstungssektor – dank Lebensmittelembargo, großzügigen Subventionen und günstigem Rubelkurs, berichtet „Bloomberg“.

    Die Erfolge der russischen Landwirtschaft sind das Ergebnis der Regierungsinitiative zur Verringerung der Abhängigkeit des Landes von unberechenbaren Märkten. Die Konfrontation zwischen Moskau und Ankara hat der Branche auf beeindruckende Weise Vorschub geleistet. Das teilweise Einfuhrverbot auf türkische Lebensmittel sei zu einem Segen für Russlands Landwirtschaft geworden, schreibt das Nachrichtenportal.

    Der größte Erfolg russischer Agrarpolitik sind die rekordartigen Weizenexporte. In diesem Segment hat Russland sogar die Vereinigten Staaten hinter sich gelassen. Zudem fuhren die russischen Landwirte Rekorderträge bei Mais, Buchweizen, Reis und Sojabohnen ein. Der günstige Rubelkurs hat sich beim Weizenüberschuss als Multiplikator ausgewirkt: Die Weizenausfuhren haben höhere Gewinne eingebracht als Waffenverkäufe.

    Neben wachsenden Exporten sind zudem die Lebensmittelimporte nach Russland zurückgegangen – seit 2013 um 40 Prozent.

    In Russland kommt der Verringerung der Abhängigkeit von ausländischen Produkten enorme Bedeutung zu. Der einst totgesagte Landwirtschaftssektor des Landes habe sich in einen florierenden Sektor mit stabiler Beschäftigung verwandelt, resümiert „Bloomberg“.

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    Embargo, Lebensmittel, Landwirtschaft, Bloomberg, Russland