00:20 26 September 2017
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    Total-Chef: Wir bleiben in Russland – Investitionspläne für 30 Jahre

    © AFP 2017/ JEAN-PHILIPPE KSIAZEK
    Wirtschaft
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    Trotz Sanktionen entwickelt das französische Mineralölunternehmen Total seine Projekte in Russland weiter, sagte der Total-Vorstandsvorsitzende Patrick Pouyanné auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg.

    Total tätigt Pouyanné zufolge bedeutende Investitionen in Russland. Eines der Projekte sei Jamal mit einem Wert von 30 Milliarden US-Dollar. Eine Absprache über dessen Finanzierung durch russische und chinesische Banken sei gerade auf dem Forum erzielt worden.

    „Das ist eine große Verpflichtung für das Unternehmen, ein großes Projekt auf globaler Ebene“, so Pouyanné. „Trotz Sanktionen gehen wir weiter. Es ist wichtig für die Industrie, von dem eingeschlagenen Weg nicht abzuweichen und eine langfristige Perspektive zu haben.“ Total investiere in Jamal über einen Zeitraum von 30 Jahren.

    „Die Preise können nach oben oder nach unten gehen, die Sanktionen werden auslaufen. Wir bleiben in Russland. Hier gibt es viel Gas und Erdöl (…) zu einem niedrigen Preis.“

    Das Jamal-Projekt nimmt russische Erdölvorkommen stärker ins Visier und wird es ermöglichen, sibirisches Erdöl rund ums Jahr mit Tankern nach Europa zu liefern. Das dort geförderte Öl hat eine höhere Qualität im Vergleich zur russischen Sorte Urals. Damit erhofft sich Russland zusätzliche Vorteile auf dem Weltmarkt. Die förderbaren Vorräte in Jamal werden auf insgesamt mehr als 250 Millionen Tonnen Öl und Kondensat geschätzt. Das neue Terminal ist in der Lage, Transporte von 8,5 Millionen Tonnen Öl jährlich abzufertigen.

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    Tags:
    Investitionen, Sanktionen, Projekt Jamal-LNG, Erdöl, Total, Patrick Pouyanné, Frankreich, Russland
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