12:59 26 September 2017
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    Europäisches Russland-Geschäft: „Wachstum im 2. Halbjahr wahrscheinlich“

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    Wirtschaft
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    XX. Internationales Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (71)
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    Im zweiten Halbjahr 2016 ist nach Ansicht von Dr. Frank Schauff, Chef der Assoziation des Europäischen Business (AEB) in Russland, mit einem Wachstum des deutschen und des europäischen Russland-Geschäfts zu rechnen.

    Trotz der Rückgänge des russisch-europäischen Handels entfallen 45 bis 46 Prozent des russischen Handels auf die EU, betonte er in einem Sputnik-Interview. Dies sei mit Abstand der größte Anteil.

    Die Strategie solle es sein, auch mittelgroße Unternehmen nach Russland heranzuziehen: „Es wird immer von 5.000 bis 6.000 deutschen und dementsprechend von 20.000 bis 30.000 europäischen Firmen gesprochen, die mit Russland arbeiten. Das mögen auch kleine Repräsentanzen sein, die Import nach Russland organisieren, bis hin zu großen Investitionen. Aus meiner Sicht ist die russische Regierung gut beraten, wenn sie eine Politik betreibt, die dafür sorgt, dass auch mittlere Unternehmen in Russland investieren. Die mittelgroßen Unternehmen sind häufig sehr innovativ“, äußerte er.

    „Seit der Krise 2008 hat sich ein Lernprozess eingesetzt, wie man mit ausländischen Investoren arbeitet – da hat sich vieles verbessert. Es gibt Regionen wie beispielsweise Tatarstan, die sehr gut daran sind, ausländische Investitionen heranzuziehen“, fügt Dr. Schauff hinzu.

    Mit Hinweis auf die jüngste AEB-Umfrage stellte Dr. Schauff eine generell bessere Stimmung unter den ausländischen Unternehmen fest: „Die meisten sind der Meinung, dass wir die Talsohle der Krise erreicht haben und im zweiten Halbjahr eben Wachstum wahrscheinlich sehen werden. Generell muss man sagen, dass die Stimmung generell besser ist als noch vor einem halben Jahr.“

    Es sei sehr wichtig, dass gleich drei hohe Vertreter der EU-Kommission — Herr Juncker, Frau Georgiewa und Herr Oettinger – beim diesjährigen Petersburger Forum dabei waren, meinte er.

    Themen:
    XX. Internationales Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (71)

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    Tags:
    EU, Frank Schauff, Russland
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