17:25 22 November 2019
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    EU-Kommission: Bitcoin-Kontrolle zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung

    © Flickr/ BTC Keychain
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    Die EU-Kommission hat die Verschärfung der Kontrolle von Finanzgeschäften unter Verwendung von Kryptogeld und Prepaid-Karten angeregt, wie die Zeitung The Wall Street Journal berichtet.

    Der Zeitung zufolge will die EU-Kommission ihre Anti-Geldwäsche-Regeln auf die Geschäfte mit  virtuellen Währungen wie Bitcoin und Prepaid-Karten ausdehnen. Die letzteren wurden von den Terroristen bei den Pariser Anschlägen benutzt — nun will die EU-Exekutive mit ihren Maßnahmen die Terrorfinanzierung und zudem Steuervergehen wie bei den Panama-Papers verhindern.

    Laut den neuern Regeln, die Ende des Jahres in Kraft treten sollen, sollen digitale Zahlungssysteme wie Bitcoin die Identität  der Nutzer  überprüfen und die Transaktionen verfolgen, wie es die Banken zurzeit tun.

    Die EU-Mitgliedsländer ihrerseits sollen  zentralisierte Register bilden, in die Daten über Bank- und Zahlungskonteninhaber aufgenommen werden. Im Fall von verdächtigen Aktivitäten werden die Staatsbehörden eines beliebigen Mitgliederstaates Zugang zu diesen Informationen haben.

    Die Vorschläge der EU-Kommission sollen von den Staatsregierungen und vom Europäischen Parlament vereinbart werden. 

    Zuvor gab es Medienberichte, laut denen in Russland eine eigene regelbare Kryptowährung geschaffen werden soll. Laut dem russischen Finanzüberwachungsdienst Rosfinmonitoring sollte die russische virtuelle Zahlungseinheit ihre Emissionszentren haben, anders als beim dezentral emittierten Bitcoin.

    Bitcoin ist heutzutage die erfolgreichste digitale Währung weltweit. In einigen Ländern ist sie  verboten, wobei die Finanzgeschäfte  unter ihrer Verwendung strafbar sind. Zurzeit befinden sich rund 15,5 Millionen Bitcoins im Verkehr.

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    Tags:
    Finanzierung, Terrorismus, Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Kontrolle, Verschärfung, Bitcoin, EU