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    Ein MAN-Lkw

    EU-Milliarden-Strafe: Europas LKW-Hersteller müssen für Marktmanipulation blechen

    © Flickr/ MBWA PR
    Wirtschaft
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    Die EU-Kommission hat die fünf größten europäischen Nutzfahrzeughersteller zu fast drei Milliarden Euro Kartellstrafe verdonnert. MAN, Daimler, Volvo/Renault, Iveco und DAF sollen jahrelang illegale Absprachen getroffen haben.

    Die Wettbewerbsfähigkeit des Straßengüterverkehrs in Europas „hängt direkt von den Preisen für Nutzfahrzeuge ab, die die Spediteure einsetzen“, heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission.

    Die genannten Lkw-Bauer haben die Nutzfahrzeugpreise jedoch durch Absprachen jahrelang manipuliert, wie das EU-Organ ermittelte. Zudem haben die Hersteller Fristen zur Einführung neuer Technologien zur Schadstoffreduzierung in den Lkw-Abgasen miteinander abgestimmt. Die Kosten für den Übergang zur Euro-3-Abgasnorm sollen die Marktführer komplett auf die Käufer abgewälzt haben.

    Laut der Kommission haben sich die Unternehmen über 14 Jahre abgesprochen – von 1997 bis 2011. 

    Die EU-Strafe betrifft das Marktsegment der mittleren und schweren Nutzfahrzeuge – mit einem Gesamtgewicht von sechs bis 16 respektive ab 16 Tonnen. Daimler zahlt mit einer Milliarde Euro den höchsten Betrag. DAF, eine Tochter des Paccar-Konzerns, muss 753 Millionen Euro zahlen, Volvo/Renault 670 Millionen und Iveco rund 500 Millionen Euro.

    MAN zahlt nichts: Der Lkw-Konzern hatte die EU-Kommission über die Absprachen informiert.

    Die Nutzfahrzeughersteller räumten die Absprachen ein und seien bereit, die Angelegenheit beizulegen, heißt es in der Mitteilung weiter.

    Die Regulierungsbehörde erklärte, ihre Ermittlungen gegen Scania, eine Tochter des VW-Konzerns, dauerten weiter an.

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    Tags:
    Abgasen, Kartellstrafe, DAF, Iveco, Volvo/Renault, Daimler AG, MAN, EU-Kommission