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02:28 21 September 2019
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    Für die Pipeline Turkish Stream sind rund 300.000 Röhren erforderlich

    Moskau an Wiederbelebung von Gasprojekt Turkish Stream interessiert

    © Foto: TurkStream
    Wirtschaft
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    Moskau und Ankara haben ihre Verhandlungen über das Gaspipelineprojekt Turkish Stream wiederaufgenommen. Das teilte Russlands Vizeregierungschef Arkadi Dworkowitsch am Dienstag nach Abschluss der Gespräche mit seinem türkischen Amtskollegen Mehmet Simsek mit.

    „Perspektiven des Projekts werden aber erst nach einem Treffen türkischer Offizieller mit Russlands Energieminister Alexander Nowak klar sein… Das Projekt befindet sich derzeit im Anfangsstadium, kann aber verhältnismäßig schnell realisiert werden“, sagte Dworkowitsch. 

    „Die Wiederaufnahme der Gespräche über Turkish Stream ist für Russland vom Vorteil und von großer Bedeutung“, sagte der Direktor des Fonds für nationale Energiesicherheit Russlands, Konstantin Simonow, nach Angaben der Wirtschaftszeitung "Kommersant". „Aber nach dem jüngsten Konflikt zwischen Ankara und Moskau wird sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gezwungen sehen, beliebige Bedingungen zu akzeptieren“, sagte der Experte.

    Das Projekt war im Dezember 2014 beschlossen worden. Geplant waren vier Stränge mit einer gesamten Durchsatzkapazität von bis zu 63 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. 16 Milliarden Kubikmeter davon waren unmittelbar für die Türkei bestimmt, die restlichen 47 Milliarden Kubikmeter sollten zum künftigen Gashub an der türkisch-griechischen Grenze fließen.

    Später wurde die geplante Leistung der Pipeline halbiert. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe Ende November 2015 wurden die Gespräche eingestellt. Gestoppt wurde auch die Tätigkeit der russisch-türkischen Regierungskommission für die Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft, die eigentlich für die Realisierung des Gasprojekts zuständig war.

    Im vergangenen Juni hatte sich Erdogan für den Jet-Abschuss entschuldigt. Danach beauftragte der russische Präsident Wladimir Putin das Kabinett, die Verhandlungen mit der Türkei über die Wiederherstellung der bilateralen Zusammenarbeit aufzunehmen.

    Am 9. August wird Erdogan zu Gesprächen mit Putin in der einstigen Zarenmetropole St. Petersburg erwartet.

     

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    Tags:
    Interesse, Verhandlungen, Turkish Stream, Mehmet Simsek, Arkadi Dworkowitsch, Türkei, Russland