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    Verseuchter Fluss

    Russischer Wirtschaftsminister: Fluss deutscher Investitionen nur zeitlich versandet

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    Der Zustrom deutscher Investitionen nach Russland hält an, sogar in der Krisenzeit, das Gewässer ist nur ein bisschen verseucht, wie Russlands Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Alexei Uljukajew, am Mittwoch in einem Gespräch mit dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt äußerte.

    In Russland seien 5.500 deutsche Unternehmen mit einem Umsatz von 50 Milliarden Euro tätig, betonte Uljukajew.

    Seinerseits hob Schmidt hervor, dass kein Land in der heutigen Wirtschaftslage allein gelassen werden dürfe. „Wir brauchen gemeinsame Orientierungspunkte."

    Nach der Auffassung des deutschen Ministers können die deutsche und die russische Unternehmerschaft im Bereich der Lebensmittelversorgung sowie in anderen Bereichen, beispielsweise in Forschung und Entwicklung, zusammenwirken. Seitens der mittelständischen Betriebe bestehe ein großes Interesse für eine tiefe Zusammenarbeit, so Schmidt.

    Am 1. Juli hatte die Europäische Union die gegen Russland verhängten Sanktionen „wegen eines unzureichenden Fortschritts bei der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen" um weitere sechs Monate verlängert. Als Antwortmaßnahme prolongierte Moskau das Einfuhrverbot für landwirtschaftliche Erzeugnisse, Rohstoffe und Lebensmittel aus den USA, den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Kanada, Australien, Norwegen, der Ukraine, Albanien, Montenegro, Island und Liechtenstein bis Ende 2017.

    Die Beziehungen zwischen Russland und einigen westlichen Ländern einschließlich der USA hatten sich 2014 angesichts der Ukraine-Krise verschlechtert. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängten die USA und die EU-Mitgliedsstaaten Sanktionen gegen Russland, darunter im Bereich Wirtschaft und Finanzen. Als Antwort verbot Russland die Einfuhr von Lebensmitteln aus diesen Ländern.

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    Christian Schmidt, Alexej Uljukajew, Russland, Deutschland