03:19 03 Juni 2020
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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (174)
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    Die EU-Länder, die USA, Kanada, Norwegen und Australien verlieren wegen des von Russland verhängten Verbots für den Lebensmittelimport aus diesen Ländern 8,6 Milliarden Dollar pro Jahr. Das teilte das russische Wirtschaftsministerium am Dienstag mit.

    Am 6. August ist es zwei Jahre her, dass Russland den Lebensmittelimport aus den Ländern eingeschränkt hat, die zuvor wegen der Situation in der Ukraine antirussische Sanktionen verhängt hatten. Verboten wurden Fleisch, Wurst, Fisch und Meeresfrüchte, Obst und Gemüse sowie Milchprodukte. Im Juni 2015 verlängerte Russland das Embargo um ein Jahr und im Juni dieses Jahres bis zum 31. Dezember 2017.

    Eine Analyse des Imports der in Russland verbotenen Lebensmittel habe ergeben, dass ihre Einfuhr 2015 aus den USA, der EU, aus Kanada, Norwegen und Australien im Vergleich zu 2013 um 96,5 Prozent bzw. um 8,6 Milliarden Dollar (von 8,961 Milliarden Dollar auf 312,3 Millionen Dollar) geschrumpft sei, teilte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums RIA Novosti mit.

    „Man muss feststellen, dass es sich dabei um den Verlust des russischen Absatzmarktes handelt, wobei die Summen dem Rückgang des Imports von Agrarprodukten aus den jeweiligen Ländern entsprechen“, so der Insider. Der Import sei um 98,9 Prozent bzw. von 4,331 Millionen Tonnen auf 46.500 Tonnen zurückgegangen.

    Gleichzeitig gebe es zahlreiche Expertenschätzungen bezüglich der Verluste Russlands und der westlichen Länder durch das Lebensmittelembargo. „So betragen die Verluste der EU-Länder wegen des Sanktionskriegs mit Russland 40 bis 50 Milliarden Euro jährlich, was etwa 0,4 Prozent des EU-BIP ausmacht, das 2015 bei 14,6 Billionen Euro lag“, so der Experte.

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