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    EU führt Anti-Dumping-Zölle für russische Stahlproduzenten ein

    © Sputnik / Alexander Kondratyuk
    Wirtschaft
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    Die Europäische Union hat für fünf Jahre Anti-Dumping-Zölle für Kaltwalzgut aus Russland eingeführt; sie betreffen die größten russischen Metallurgie-Unternehmen – Severstal, die Kombinate in Magnitogorsk und Nowolipezk, wie das Amtsblatt der EU auf seiner Website mitteilt. Die russischen Metallurgen wollen diese Entscheidung anfechten.

    Der niedrigste Zoll wurde für Erzeugnisse des Magnitogorsker Metallurgischen Kombinats (MMK), das Viktor Raschnikow gehört, festgelegt – 18,7 Prozent, für den Stahlproduzenten Severstal (Hauptinhaber – Alexej Mordaschow) beträgt er 34 Prozent, für den Stahlproduzenten Novolipetsk Steel (NLMK) und die übrigen Unternehmen von Wladimir Lissin – 36,1 Prozent.  Diese Zölle werden laut EU-Amtsblatt rückwirkend ab Dezember 2015 eingeführt und sollen fünf Jahre gelten.

    Eine Beschwerde des Wirtschaftsverbandes der europäischen Eisen- und Stahlindustrie – Eurofer – hatte die Untersuchung katalysiert. Dieser Verband hat den Metallurgen Russlands und Chinas vorgeworfen, die Preise für Kaltwalzgut, das bei der Produktion von Pkws und Haushaltstechnik verwendet wird, künstlich gesenkt zu haben. Im Februar waren bereits vorläufige Anti-Dumping-Zölle eingeführt worden. Sie betrugen 19,8  (für MMK) bis 26,2 Prozent (für NLMK).

    Anfang Juli hatten die EU-Behörden bereits die Einleitung einer Antidumping-Untersuchung hinsichtlich der Lieferungen von Warmwalzgut aus Russland, Brasilien, dem Iran, Serbien und der Ukraine bekanntgegeben.

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    Tags:
    Stahlindustrie, Severstal, Alexej Mordaschow, Viktor Raschnikow, Wladimir Lissin, Russland