22:55 22 November 2017
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    Bloomberg sagt russischer Wirtschaft baldiges Krisenende voraus

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    Wirtschaft
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    Die russische Wirtschaft zeigt sämtliche wichtige Anzeichen für ein baldiges Ende der Talfahrt, wie die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Zahlen aus dem russischen Wirtschaftsministerium berichtet.

    Das Business in Russland ist demnach wieder aktiver geworden, so wachsen beispielsweise die Nachfrage nach Energie und das Volumen der Eisenbahn- und Containertransporte. Wie es Bloomberg ausdrückt: Der Puls der russischen Wirtschaft schlägt wieder stärker.

    Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeige eine positive Dynamik: Laut den jüngsten Berechnungen liegt es gegenwärtig bei 0,8 Prozent, das ist der niedrigste Wert seit dem Krisenbeginn 2015. 

    „Ein solch grundlegender Infrastruktursektor wie die Stromwirtschaft kann ein guter Ausgangspunkt für die allgemeine Gesundung der Wirtschaft werden“, schätzen Analysten von „Renaissance Capital“, Wladimir Skljar und Anastassia Tichonowa, ein. Die gestiegene Zahl der Anschlüsse ans Stromnetz im Jahr 2016 ist demnach ein Zeichen für den gestiegenen Optimismus der Wirtschaftssubjekte in Russland. Ein solcher Anschluss sei ein kostspieliger Prozess, der auch langfristig eine gewissen Zuversicht zur Wirtschaftsentwicklung erfordere.

    Im Juli sei die Stromnachfrage um 1,8 Prozent gestiegen, wobei das Wachstum im Juni 1,6 und im Mai 0,4 Prozent betragen habe. Die Industriebetriebe würden sich aktiv an die Stromnetze anschließen lassen, was der Strombranche zusätzliche Einnahmen verschaffe. Das alles zeuge davon, dass die Wirtschaft auf einem positiven Wege sei, hieß es von „Renaissance Capital“.

    Eine positive Dynamik würden auch die von der Russischen Eisenbahn AG (RZD) getätigten Transporte aufweisen. In den ersten sieben Monaten 2016 hätten sie im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent zugenommen, bei Baustoff-Transporten betrage die Zunahme sogar 19 Prozent,  heißt es weiter bei Bloomberg.

    Ferner sorgten die zuversichtlicheren Prognosen auch für mehr Interesse an russischen Aktiva. So habe der Rubel im vergangenen Quartal im Verhältnis zum Dollar um ganze 4,8 Prozent zugelegt. Die Schwankung des Rubels sei so schwach wie nie in den letzten zwei Jahren.  Investoren platzierten Anfang August Anträge auf den Kauf von Staatsanleihen, die das Angebot um das Vierfache übertrafen.

    Sollte es keine unkalkulierbaren Schock-Momente mehr geben, so sei im dritten Quartal ein Wachstum des BIP um  0,4 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Quartal zu erwarten, wie es aus Russlands Zentralbank heißt.

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    Tags:
    Business, Anastassia Tichonowa, Wladimir Skljar, Russland
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