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    Sicherheitsrat Russlands will Arktis und Sibirien mit Luftschiffen verbinden

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    Russland erschließt Arktis (171)
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    Die Einrichtung logistischer Korridore, die Sibirien, den Fernen Osten und die Arktis verbinden sollen, hat Russlands Sicherheitsrat jetzt der Regierung vorgeschlagen. Luftschiffen ist dabei eine bedeutende Rolle zugedacht. Dies meldet die Agentur RosBusinessConsulting (RBC).

    Die Idee, solche logistischen Korridore einzurichten, stützt sich auf den Vorschlag des Akademikers Alexander Nekipelow, ein „Geeintes Eurasien“ zu schaffen, und wurde jetzt vom Sicherheitsrat Russlands dem Vizepremier Arkadi Dworkowitsch unterbreitet. Im Wesentlichen geht es darum, die Europäische Union und den asiatisch-pazifischen Raum miteinander zu verbinden, wobei in diese Arbeiten auch die Amerikaner und Europäer mit einbezogen werden sollen, was eine Aufhebung der Russland-Sanktionen fördern könnte.

    Die Zeitung „Kommersant“ verweist indessen darauf, dass in dem Projekt, dessen Kosten auf 220 bis 240 Milliarden Dollar geschätzt würden, lediglich die Transportluftschiffe „Atlant“ beschrieben seien.

    Mehr zum Thema: Russlands Anspruch auf Arktis-Schelf: „Wir haben keine Feinde und Konkurrenten“

    Gerade die Luftschiffe sollen laut den Autoren des Projekts den Güterstrom zwischen dem Nördlichen Seeweg und der Transsibirischen Eisenbahnmagistrale gewährleisten. Ein Luftschiff zum Preis von 30 Millionen Dollar könne fünf Mi-8-Hubschrauber ersetzen, die jetzt im Hohen Norden genutzt würden, meinen sie.

    Als Schöpfer des Luftschiffes „Atlant“ nennt die Zeitung das Luftschiffzentrum „Awgur“. Es heißt allerdings, man habe keine Angaben zum konkreten Inhaber ermitteln können. 62,5 Prozent der Aktien sollen dem Chef der Russischen Luftschiff-Gesellschaft, Stanislaw Fjodorow, gehören, anderen Angaben zufolge ist die Eigentumsstruktur eine Ringstruktur, die auch die zypriotische „Everfar Management Limited“ mit einschließe.

    Der Präsident des Unternehmens „Lokomoskai“, Kirill Lyats, sei überzeugt, so die Zeitung, dass es beim Einsatz von Luftschiffen vor allem darum gehe, schwergewichtige Güter in schwer zugängliche Gebiete zu transportieren, wobei die Geschwindigkeit zweitrangig sei. Der Experte des Portals Aviation Explorer, Wladimir Karnosow, erinnerte im Gespräch mit der Zeitung daran, dass man seit der Erfindung von Luftschiffen und anderen Flugapparaten leichter als die Luft davon träume, sie für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Allerdings sei bislang keine einzige solche Idee mit einem finanziell positiven Ergebnis in die Tat umgesetzt worden, merkt er an.

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    Luftschiff, Mi-8, Arkadi Dworkowitsch, Sibirien, Russland, Arktis