08:01 05 April 2020
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    Das Schweizerisch-Russische Forum (SRF) und die Stiftung zur Innovationsförderung FASIE hat zum sechsten Mal den „Suvorov-Preis“ ausgeschrieben. Siegerkandidaten sind Start-ups, deren Projekte den russisch-schweizerischen Wirtschaftsaustausch fördern, wie die Gründerin des Forums, Beatrice Lombard, gegenüber Sputnik sagte.

    „An dem Wettbewerb kann sich jeder beteiligen, der gute Ideen hat“, so Lombard. „Wir haben keine Vorgaben, was die Branche angeht. Das kann sein: Gesundheit, Medizin, Kommunikationstechnologien usw. Es muss aber einen schweizerisch-russischen Aspekt und eine Chance auf dem Markt haben — und es sollte innovativ sein.“

    2015 erreichten von 50 Teilnehmern drei das Finale: Der erste Platz ging an ein Medizin-Projekt, der zweite an eines in der die Pharmazie, der dritte an ein elektronisches Kommerzprojekt. Die Sieger gewannen eine Geldprämie sowie Unterstützung bei der Vermarktung ihrer Neuentwicklungen. 

    Mehr zum Thema: Die besten russischen Startups

    Das russische Unternehmen NiarMedik Plus belegte damals den zweiten Platz: Es befasst sich mit Entwicklung und Vertrieb eines neuen Medikaments gegen Tuberkulose. Der Kampf gegen die Krankheit dauert schon jahrzehntelang an, jede Minute sterben in der Welt 160 Menschen an Tuberkulose. Das Hauptproblem ist dabei, dass sich bereits gegen Medikamente resistente Formen der Tuberkulose verbreitet haben. Nun aber scheint es den Pharmakologen gelungen zu sein, ein neues effektives Mittel zur ihrer Behandlung zu finden. Das wurde von der „Suvorov“-Jury anerkannt.

    Zweck und Ziel des „Suvorov-Preises“ sei es, so die Organisatoren, die Menschen zu guten Ideen zu motivieren und diese dann zu Geschäften weiter zu verarbeiten. Dem Sieger 2016 winkt ein Preisgeld in Höhe von 9 Millionen Rubel (umgerechnet rund 125. 000 Euro) – als gutes Startgrundlage für ein neues Business-Geschäft.

    „Das Projekt wurde 2010 ins Leben gerufen, weil eben auch in Russland immer mehr über Innovationen gesprochen wurde. Man wollte die Innovation fördern, wie man es auch in der Schweiz tut. Aber in der Öffentlichkeit war viel zu wenig präsent, was eigentlich Innovation bedeutet. Wir möchten mit dem ‚Suvorov-Preis‘ Innovationen in der Gesellschaft greifbar machen“, sagte Lombard.

    Der Wettbewerb wurde nach dem großen russischen Heerführers Alexander Suvorov benannt. Unter seiner Führung vollbrachte die russische Armee im Jahr 1799 den heroischen Feldzug  über die Alpen im Krieg gegen die napoleonische Armee. Dieses Ereignis spielt eine bedeutende Rolle in der russischen sowie der schweizerischen Geschichte.

    Die Ausschreibung des „Suvorov-Preises“ läuft noch bis 19. September 2016. Die Preisverleihung findet am 5. Dezember in Moskau statt.

    Näheres über die Bedingungen des Wettbewerbs erfahren Sie unter:

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    Tags:
    Suvorov-Preis, Schweiz, Russland