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    Elvira Nabiullina, Russlands Zentralbank-Chefin

    „Wall Street Journal“: Russlands Wirtschaft dank Notenbank-Chefin gerettet

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    Wirtschaft
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    Zwei Jahre nach dem drastischen Verfall der Ölpreise und der Einführung der westlichen Sanktionen wird Russland allmählich wieder ein attraktives Land für Investitionen, schreibt „The Wall Street Journal“. Das habe Russland der Chefin seiner Zentralbank, Elvira Nabiullina, zu verdanken.

    Am 23. August hat der Fondindex der Moskauer Börse (MICEX) einen Rekord aufgestellt: Mit einem Wachstum von 25 Prozent kletterte Russland auf Position sechs in einem von der MSCI Inc. erstellten Ranking von 23 Schwellen- bzw. Entwicklungsländern. Zudem ist der Wechselkurs des Rubels gegenüber dem US-Dollar um 13 Prozent gestiegen, was die russische Währung nach Einschätzung von J.P. Morgan Chase & Co. zur drittstärksten unter allen Währungen der Schwellen- bzw. Entwicklungsländer macht.

    Viele Investoren glauben, dass Zentralbank-Chefin Elvira Nabiullina einen entscheidenden Beitrag zu diesem Aufwärtstrend geleistet hat. In diesem Kontext wird vor allem ihre Entscheidung im November 2014 erwähnt, den Rubel nicht an den Dollarkurs zu binden, wie auch ihr späterer Beschluss zu einer wesentlichen Erhöhung der Leitzinsen zwecks Vorbeugung der Kapitalflucht aus Russland und zwecks Senkung der Inflationsrate. 

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    „Diese Schritte waren schmerzhaft für die russische Wirtschaft, die wegen der Rubelabwertung sowie wegen des Rückgangs der Kaufkraft der Bevölkerung in eine tiefe Rezession fiel. Aber mit der Zeit konnte dadurch das Vertrauen der internationalen Investoren in die russische Wirtschaft, die immer noch von der Staatspleite im Jahr 1998 überschattet ist, wiederhergestellt werden“, heißt in dem Artikel.

    Außerdem habe das richtige Vorgehen der russischen Zentralbank das Vertrauen zum Rubel und zur makroökonomischen Politik Russlands wiederhergestellt, meinen vom „Wall Street Journal“ befragte Experten.

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    Tags:
    Wirtschaft, MICEX, Elwira Nabiullina, Russland