19:30 23 August 2017
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    Ölpreis-Turbulenz: „Iran wird Produktion nicht drosseln“ – Experte: OPEC überflüssig

    © AP Photo/ Hasan Jamali
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    Als ein „weiteres unnützes Treffen“ bewertet der iranische Energieexperte Dr. Behrooz Abdolvand die für Ende September geplante OPEC-Tagung in Algerien. Die prognostizierte Reduzierung der Ölproduktion durch den Iran wird nach seiner Ansicht ausbleiben. Der Ölpreis hänge immer weniger von Politik und immer mehr vom Markt ab.

    „Iran war seit Jahren weitab von dem Vorsanktionsproduktionsniveau. Jetzt versuchen sie die Produktion wieder auf das Niveau von vor den Sanktionen zu erweitern“, sagte er in einem Interview mit Sputnik-Korrespondent Bolle Selke. „Iran bemüht sich zurzeit intensiv um Produktionserhöhungen. Es gibt keinesfalls die Möglichkeit, dass Iran sein Produktionsniveau drosselt."

    Ähnlich verhält es sich auch bei den anderen OPEC-Mitgliedern. Falls der Iran oder OPEC generell ihre Produktion vermindern, würden die anderen Akteure im Markt, insbesondere der amerikanische Fracking-Sektor, ihre Produktion erhöhen und alles bliebe beim Alten.

    Auch werde die Relevanz der Gesamtorganisation OPEC mittlerweile überschätzt, so der iranische Experte für internationale Beziehungen und Energiepolitik:

    "OPEC ist schon längst nicht mehr ein bestimmender Faktor im Ölmarkt. Manchmal habe ich schon das Gefühl, dass die OPEC ein überflüssiges Organ ist."

    Von dem Treffen in Algier erwartet der Energieexperte Abdolvand nichts. OPEC ist laut ihm schon längst eine unfähige Organisation. Demzufolge werde das Treffen Ende September ein weiteres nutzloses Meeting. Er ist sich sicher, dass der Markt weiter seine Wirkung auf den Ölpreis erhöhen wird. Seiner Meinung nach hat die OPEC, als ein Akteur unter vielen, einen sehr geringen Einfluss auf den Ölmarkt.

    Vor 30 oder 40 Jahren deckte die OPEC noch die Hälfte des Weltbedarfs, mittlerweile nur noch 30 Prozent. Von 90 Millionen Barrel Öl produziert die OPEC 29 Millionen, früher waren es noch 30 Millionen bei 60 Millionen Barrel pro Tag. Diese guten alten Zeiten werden laut Abdolvand nicht zurückkehren und der Markt wird einen größeren Einfluss haben als irgendwelche Organisationen. 

    Dr. Behrooz Abdolvand glaubt nicht, dass der Iran einen Grund hat, in irgendeiner Weise die Ölproduktion zu reduzieren:

    Ähnlich verhält es sich auch bei den anderen OPEC-Mitgliedern. Falls der Iran oder OPEC generell ihre Produktion vermindern, würden die anderen Akteure im Markt, insbesondere der amerikanische Fracking-Sektor, ihre Produktion erhöhen und alles bliebe beim Alten. Auch werde die Relevanz der Gesamtorganisation OPEC mittlerweile überschätzt, so der iranische Energieexperte:

    "OPEC ist schon längst nicht mehr ein bestimmender Faktor im Ölmarkt und manchmal habe ich schon das Gefühl, dass die OPEC ein überflüssiges Organ ist."

    Von dem Treffen in Algier erwartet der Energieexperte Abdolvand nichts. OPEC ist laut ihm schon längst eine unfähige Organisation. Demzufolge werde das Treffen Ende September ein weiteres nutzloses Meeting. Er ist sich sicher, dass der Markt weiter seine Wirkung auf den Ölpreis erhöhen wird. Seiner Meinung nach hat die OPEC, als ein Akteur unter vielen, einen sehr geringen Einfluss auf den Ölmarkt. Vor 30 oder 40 Jahren deckte die OPEC noch die Hälfte des Weltbedarfs, mittlerweile nur noch 30 Prozent. Von 90 Millionen Barrel Öl produziert die OPEC 29 Millionen, früher waren es noch 30 Millionen bei 60 Millionen Barrel. Diese guten alten Zeiten werden laut Abdolvand nicht zurückkehren und der Markt wird einen größeren Einfluss haben, als irgendwelche Organisationen.

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