15:53 26 Juni 2019
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    AfD-Wirtschaftsexperte zu TTIP: „So würde kein Unternehmer handeln“

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    Wirtschaft
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    Streit um TTIP (78)
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    Die „Alternative für Deutschland“ hat dem Freihandelsabkommen TTIP noch nie viel abgewinnen können. Der Wirtschaftsexperte der AfD, Markus Mohr, sagt, TTIP biete keine Vorteile für die EU, sondern ein hohes Risiko: Wirtschaftliche Abhängigkeit mit den USA.

    „Es ist überhaupt nicht erkennbar, welcher größere Nutzen für die EU und vor allem Deutschland hinter TTIP steht“, sagt Mohr. Der 32-jährige sitzt für die AfD im Stadtrat von Aachen und ist als gelernter Bankkaufmann mit Zahlen vertraut. Mohr sieht in dem Freihandelsabkommen mehr eine Handelsumlenkung. Durch TTIP könnten bisherige Handelsströme zwischen der deutschen Wirtschaft und „wirklich wichtigen“ Partnern wie Russland, Indien und China in die USA umgeleitet werden, befürchtet er.

    „Das ist natürlich überhaupt nicht im Interesse unseres Landes, wir brauchen keine Abhängigkeit von den USA“, so Mohr in einem Sputnik-Interview. Jeder Unternehmer würde sich um Unabhängigkeit bemühen: „Wenn ich eine Million Euro Umsatz erziele, dann habe ich doch lieber zehn Kunden als zwei.“

    Mohr fordert, Deutschland müsse so handeln, um sich nicht abhängig von den USA zu machen. Die Bundeskanzlerin werde sich von ihrem TTIP-Kurs zwar nicht abbringen lassen, könne diesen aber nicht durchsetzen: „Dazu gibt es mittlerweile zu viele kritische Stimmen aus der Bevölkerung und auch aus der hohen Politik“, ist Mohr überzeugt.

    Das komplette Interview finden Sie hier:

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    Tags:
    EU, TTIP, Markus Mohr, USA, Deutschland