22:50 20 Januar 2020
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    Wintershall-Chef: Europäischer Energiemarkt braucht mehr Balance

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    Der Vorstandsvorsitzende des deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten Wintershall Holding, Mario Mehren, hat auf der norwegischen Energiemesse Offshore Northern Seas (ONS) in Stavanger im Norden des Landes gefordert, den Energiemarkt in Europa besser auszubalancieren.

    „Bis 2030 müssen wir bereits 45 Milliarden Kubikmeter Erdgas kompensieren. Der Traum vieler, dies durch eine Schiefergasförderung in Europa auszugleichen, ist ausgeträumt. Dafür gibt es viele Gründe: von fragwürdiger Wirtschaftlichkeit bis zur politischen Blockade", erläuterte Mehren. „Wir müssen daher Alternativen suchen."

    Ihm zufolge nimmt die Erdgasproduktion in den EU-Mitgliedsstaaten stark ab. Der europäische Energiemarkt müsse daher besser ausbalanciert werden, denn „am Ende müssen ökonomische, soziale und ökologische Interessen in Balance mit der Versorgungsicherheit in Europa stehen“.

    Wintershall ist eine Tochtergesellschaft des deutschen Chemiekonzerns BASF. Gemeinsam mit der OMV, Engie, Shell, Uniper und dem russischen Gaskonzern Gazprom ist Wintershall am Projekt „Nord Stream-2-Pipeline“ beteiligt. Das Projekt umfasst den Bau von zwei Pipeline-Strängen mit einer Gesamtkapazität von jährlich 55 Milliarden Kubikmetern Gas, das aus Russland nach Deutschland geliefert werden soll.

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    Nord-Stream-2, Wintershall, Mario Mehren, Deutschland