01:12 24 Februar 2018
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    Deutsche Bank in Frankfurt

    Finanzkrise 2008: US-Justiz fordert Rekordstrafe von Deutscher Bank

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    Wirtschaft
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    Das US-Justizministerium hat der Deutschen Bank, der größten Bank Deutschlands, vorgeschlagen, 14 Milliarden Dollar zu zahlen, um die Ansprüche an die Bank aus der Zeit der Finanzkrise von 2008 zu begleichen, wie die Zeitung „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Quelle berichtet.

    Das sei die höchste Strafsumme, die in den USA gegen eine ausländische Bank verhängt werden könne. Es handele sich um die Beilegung zivilrechtlicher Ansprüche im Zusammenhang mit der Ausgabe hypothekengedeckter Wertpapiere im Zeitraum von 2005 bis 2007, die zum Kollaps des US-Immobilienmarktes im Jahr 2008 beigetragen haben soll.

    Die Deutsche Bank bestätigte diese Informationen bereits, wobei sie anmerkte, die Verhandlungen stünden erst am Anfang.

    „Die Deutsche Bank erwartet ein Verhandlungsergebnis, das im Bereich ihrer Wettbewerber liegt, die sich mit dem US-Justizministerium bereits auf deutlich niedrigere Beträge geeinigt haben“, hieß es in einer Erklärung.

    Die Bankjuristen hoffen, dass die Geschäftssumme zwei bis drei Milliarden US-Dollar betragen könne.

    Die bislang höchste Strafzahlung gegen eine ausländische Bank war im Jahre 2014 gegen das französische Geldinstitut BNP Paribas verhängt worden. Es hatte damals 8,9 Milliarden US-Dollar wegen des Verstoßes gegen Sanktionsregelungen zahlen müssen.

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    Tags:
    Wertpapiere, Justiz, Geldstrafe, Deutsche Bank, Deutschland, USA