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17:57 20 September 2019
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    Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (Archivbild)

    OB Thomas Geisel eröffnet Düsseldorfer Tage in Moskau

    © AP Photo / Jacques Brinon
    Wirtschaft
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    Wirtschaft und Kultur stehen im Mittelpunkt der Gespräche, die die Delegation Düsseldorfs unter Leitung des Oberbürgermeisters Thomas Geisel in Moskau führen wird. Die Stadt will unter anderem mit russischen Digital-Firmen in Kontakt treten, sagte Geisel im Sputnik-Interview nach seiner Ankunft am Mittwoch in Moskau.

    Herr Geisel, wie ist denn der erste Tag in Russland verlaufen?

    Ich bin ganz schnell zum Roten Platz gelaufen, um mich von der Atemberaubenden Innenstadt ein bisschen inspirieren lassen. Am Abend war das Konzert der Auftaktveranstaltung für die Düsseldorfer Tage in Moskau. Am Donnerstag beginnt dann das offizielle Programm für die deutschen Investoren und die Düsseldorfer Unternehmen.

    Dann treffe ich mich mit meinem Amtskollegen Sergej Sobjanin. Dann wird eine Investorenkonferenz mit Schwerpunkt auf digitale Wirtschaft stattfinden. Am Abend ist dann der Düsseldorfer Abend, den wir gemeinsam mit der Wirtschaft von Nordrhein-Westfalen veranstalten, und am nächsten Tag gibt es noch eine Veranstaltung: Wir pflanzen einen Baum im Düsseldorf-Park und stellen eine Skulptur auf. Abends ist dann die Eröffnung der ZERO-Ausstellung im Multimediamuseum in Moskau. Also ein buntes Programm mit Wirtschaft, Kultur, Politik und natürlich wichtigen Gesprächen, besonders mit Sergej Jewgenjewitsch Tscherjomin, Minister der Moskauer Regierung für internationale Beziehungen, mit dem ich inzwischen befreundet bin, um bestehende Kontakte zu festigen und neue Kontakte zu knüpfen.

    Das klingt tatsächlich nach einem illustren Programm. Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Moskau geflogen?

    Für mich ist es wichtig, dass wir die Partnerschaftsbeziehungen mit Moskau mit den Düsseldorfer Tagen in Moskau, die es zum 13. Mal gibt, mit Leben erfüllen. In den letzten Jahren waren sie ein bisschen eingeschlafen, aber wir wollen diese Tradition wiederaufnehmen und weiter pflegen. Ich habe mir viel Mühe gegeben, gerade was solche Themen wie Kultur, Musik und Kunst angeht, von Düsseldorf nach Moskau zu tragen, und dass dann es im nächsten Jahr umgekehrt verläuft — die Moskauer Tage in Düsseldorf.

    Welche Bedeutung haben die russischen Wirtschaftsbeziehungen für Düsseldorf?

    Sie sind wichtig gerade für eine ganze Reihe der Düsseldorfer Unternehmen. Ich habe selbst bei E.ON gearbeitet, einem großen Investor in den Energiemarkt in Russland. SMS Siemag und andere Düsseldorfer Firmen haben wichtige Kontakte zu Russland, die wir pflegen. Wir haben in Russland auch ein Kompetenzzentrum gemeinsam mit der Messe und der IHK aufgebaut.

    Wie sehen Sie dann unter diesen Gesichtspunkten das Thema Russlandsanktionen?

    Ich bin ja Kommunalpolitiker. Die Sanktionen sind die Sache der hohen Diplomatie. Es ist aber wichtig, dass hier zwischen den Menschen, zwischen den Städten kulturelle Beziehungen lebendig gehalten werden. Wenn Sie nach meiner persönlichen Meinung fragen, so meine ich, dass es viele gemeinsame Interessen zwischen Russland und Europa und Amerika gibt – Bekämpfung des Terrorismus, des IS, Befriedung in Syrien… Das ist meine private Meinung und gehört nicht zu den Entscheidungen des Oberbürgermeisters.

    Sie sind nicht zum ersten Mal in Russland. Sie haben das besondere Programm erläutert. Was schätzen Sie besonders an Moskau bzw. an der russischen Art?

    Eine wunderbare Gastfreundschaft, die ich immer geschätzt habe. Ich persönlich betrachte faszinierend, wenn man hierher kommt und am Belorussischen Bahnhof vorbei fährt — Twerskaja, der Rote Platz. Ich persönlich habe immer Kontakte mit den Kollegen aus der Moskauer Stadtverwaltung geschätzt, die große Offenheit und das Interesse an der Partnerschaft mit Düsseldorf.

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    Tags:
    Sanktionen, IHK, E.ON, Sergej Sobjanin, Thomas Geisel, Düsseldorf, Moskau, Russland, Deutschland