20:15 27 März 2017
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    Ölgewinnung in Iran

    Teheran: Vorerst kein Einfrieren der Ölförderung im Iran

    © REUTERS/ Raheb Homavandi
    Wirtschaft
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    Der Iran hat eine Drosselung seiner Erdölförderung abgelehnt. Das Fördervolumen im Lande wird dem Energieminister des Irans, Bijan Namdar Zanganeh zufolge von der Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) im November abhängen, wie die Zeitung „Kommersant“ schreibt.

    „Es wird kein Einfrieren geben“, betonte Zanganeh.

    Der Ölminister des Iraks, Jabar Al-Luaibi, verwies darauf, dass der konkrete Zeitraum für das Einfrieren der Förderung noch nicht festgelegt sei. „Vielleicht sind es neun Monate, vielleicht ein Jahr. Das wird von der Opec-Entscheidung im November abhängen. Es gab viele Vorschläge — sechs Monate, neun Monate und ein Jahr“, sagte Al-Luaibi.

    Laut dem Opec-Präsident Mohammed Bin Saleh Al Sada will die Organisation eine Sonderkommission bilden, die die individuelle Fördergrenze für ein jedes Land des Kartells festlegen soll. „Die Kommission wird das individuelle Förderniveau für die Länder bestimmen“, zitieren ihn die Nachrichtenagenturen. Zudem bekräftigte er, dass die Opec-Länder sich am Mittwoch auf eine Drosselung der Fördermenge auf etwa 32,5 Millionen Barrel pro Tag geeinigt hätten. Er sprach von einer „historischen“ Absprache, die „dem Markt viele positive Signale geben kann“.

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    Die Reduzierung der Ölförderung führte sofort zu einem Anstieg der Ölpreise an den Weltmärkten um fünf Prozent. Russland verzeichnete ein Wachstum seines Rubel-Kurses zu den führenden Währungen der Welt. Zuvor hatten sich die Opec-Mitglieder nicht auf eine Förderobergrenze einigen können. Der saudische Ölminister Khalid Al-Falih hatte erstmals in Erwägung gezogen, dem Iran besondere Bedingungen im Rahmen der Vereinbarung zu gewähren. Wie Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte, könne sich auch Russland der Opec-Vereinbarung anschließen.

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    Tags:
    Erdöl, OPEC, Alexander Nowak, Mohammed Bin Saleh Al Sada, Jabar Al-Luaibi, Russland, Iran
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