16:11 23 Februar 2020
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    Die russische Fluggesellschaft „S7 Airlines“ will ein Kosmodrom auf eine Erdumlaufbahn bringen, berichtet die Zeitung RBC Daily unter Berufung auf Fachkreise. Das Unternehmen erwirbt bereits die dafür notwendige Bodentechnik.

    „Wir prüfen die Möglichkeit eines orbitalen Kosmodroms“, sagte eine mit dem Vorhaben vertraute Quelle. „Space Launch“, Weltraumstart, soll das Zukunftsprojekt heißen – analog zu den bereits bekannten Programmen „Sea Launch“ und „Land Launch“.

    Die Airline habe die Meldung nicht kommentiert, wie auch der russische Raumfahrtkonzern „Roskosmos“ und der Raketenbauer „Energia“.

    S7 hat am vergangenen Dienstag das schwimmende Kosmodrom „Morskoj start“, See-Start, von Roskosmos übernommen. Ein Co-Eigentümer der Fluggesellschaft gab bekannt, dass das Unternehmen rund 160 Millionen Dollar (145 Millionen Euro) in das Projekt investiert habe. Das Unternehmen wolle in den kommenden 15 Jahren rund 70 Trägerraketen-Starts von dem Kosmodrom realisieren.

    Der Raketenbauer „Energia“, Mehrheitseigner der Sea Lunch Group, habe bestätigt, dass S7 mit dem Unternehmen den Kauf des Führungsschiffs „Sea Lunch Commander“, der Startplattform „Odyssey“ samt Raketenmodul, der Bodenausrüstung im US-Hafen Long Beach und der Handelsmarke „Sea Launch“ vertraglich vereinbart habe.

    Nun müssten noch die US-Behörden ihr OK geben, damit der Deal perfekt ist. Die Unternehmen erwarten, dass sie die Vereinbarung in sechs Monaten abschließen werden.

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    Tags:
    Sea Lunch Group, S7, Roskosmos, Weltraum