16:11 25 Januar 2020
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    Der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat am Sonntag die Deutsche Bank sehr scharf kritisiert und dem Geldhaus Spekulantentum vorgeworfen, wie dpa meldet.

    „Ich wusste nicht, ob ich lachen oder wütend sein soll, dass die Bank, die das Spekulantentum zum Geschäftsmodell gemacht hat, sich jetzt zum Opfer von Spekulanten erklärt“, so Gabriel am Sonntag während seiner Reise in den Iran.

    Dabei betonte der Vizekanzler, er mache sich Sorgen um die Mitarbeiter des Geldhauses und fürchte weitere Entlassungen.

    Der Bundeswirtschaftsminister sieht laut der „Zeit Online“ die Gründe für solch eine schwierige Lage der Bank beim Management.

    „Das Szenario ist, dass Tausende Menschen ihre Arbeit verlieren werden. Sie tragen jetzt die Verantwortung für den Wahnsinn, der betrieben wurde von verantwortungslosen Managern“, wird Gabriel vom Blatt zitiert.

    Als Hintergrund gelten Vorwürfe aus der Deutschen Bank, dass das Unternehmen Opfer von Spekulanten geworden sei.

    Die Deutsche Bank steht zurzeit unter hohem Druck. Zuvor hatte die US-Justiz die größte Bank Deutschlands aufgefordert, 14 Milliarden US-Dollar (etwa 12,5 Millionen Euro) zu zahlen, um die Ansprüche an die Bank aus der Zeit der Finanzkrise von 2008 zu begleichen. Am Freitag hatte die US-Justiz die geforderte Summe um zwei Drittel reduziert. Laut Medienberichten soll die Strafzahlung für die Deutsche Bank in den USA deutlich auf 5,4 Milliarden Dollar zurückgehen.

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    Tags:
    Entlassungen, Vorwürfe, Kritik, Deutsche Bank, Sigmar Gabriel, Deutschland