02:09 28 Oktober 2020
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    Was wird mit dem Brexit? (340)
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    Schottland kann bis zu 80.000 Arbeitsplätze verlieren, während sich das Durchschnittseinkommen dessen Bevölkerung auf 2.000 Pfund Sterling (etwa 2.300 Euro) verringern kann, wie „The Guardian“ unter Berufung auf die Ergebnisse der Studie der Universität Strathclyde in Glasgow berichtet. Dazu werde es im Falle eines „harten Brexit“ kommen.

    Die Universität habe Schottlands Parlament aufgerufen, den Bruch mit dem gesamteuropäischen Markt nicht zuzulassen. Laut Strathclydes Prognosen kann dieser nämlich zu dem Fall der schottischen Wirtschaft um fünf Prozent und zu einem jährlichen Verlust in Höhe von acht Milliarden Pfund Sterling (rund neun Milliarden Euro) führen.

    Zuvor hatte die schottische Ministerin für Auslandsbeziehungen, Fiona Hyslop, ihre Besorgnis mit der Tatsache geäußert, dass die Premierministerin Theresa May und ihr Brexit-Minister David Davis offenbar einen „harten Brexit“ vorhätten. Das bedeutet, so Hyslop damals gegenüber Reuters, dass es zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU nach dem Ausstieg kaum mehr als bilaterale Wirtschaftsabkommen geben solle. 
    Auch die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hatte vor einem „harten Brexit“ gewarnt, der Großbritanniens Wirtschaft aus ihrer Sicht nur schaden würde.

    Am Mittwoch hatte die Premierministerin May ihrerseits mitgeteilt, dass nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU die britischen Unternehmen und das europäische Business maximale Handlungsfreiheit auf den Märkten der jeweils anderen Seite genießen müssen. „Ich will, dass dieses Abkommen solide und herangereifte Beziehungen mit den europäischen Partnern widerspiegelt; ich will, dass es die Zusammenarbeit bei der Festigung der Gesetze und bei der Bekämpfung des Terrorismus vorsieht; ich will, dass es einen freien Handel mit Waren und Dienstleistungen vorsieht“,  so May auf einer Konferenz der Konservativen.

    Bei dem Referendum am 23. Juni hatten die meisten Briten für den Ausstieg ihres Landes aus der EU gestimmt.

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    Wirtschaft, Markt, Studie, Einkommen, Arbeitslosigkeit, Brexit, Nicola Sturgeon, Europäische Union, Schottland