14:13 24 September 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Was wird mit dem Brexit? (340)
    114910
    Abonnieren

    Enthüllte Unterlagen des britischen Finanzministeriums zeigen den Umfang der Einbußen, die Großbritannien im Falle eines „harten Brexits“ drohen. Das Land könnte bis zu 66 Milliarden Pfund Sterling (rund 73 Milliarden Euro) verlieren, berichtet die Zeitung „The Times“ unter Verweis auf die ihr vorliegenden Dokumente.

    Sollte Großbritannien aus dem gemeinsamen Wirtschaftsraum mit der EU austreten, könne die Wirtschaftsleistung des Landes jährlich um bis zu 9,5 Prozent fallen – vorausgesetzt, das Vereinigte Königreich halte sich an die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO), schreibt das Blatt.

    „Laut Finanzministerium kann das BIP des Vereinigten Königreichs 15 Jahre nach dem Austritt des Landes aus der EU jährlich um 5,4 bis 9,5 Prozent fallen, falls keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden“, so das Blatt. Zudem könne die öffentliche Hand nach 15 Jahren zwischen 38 und 66 Milliarden Pfund Sterling (42 bis 73 Milliarden Euro) verlieren – falls EU-Mittel weiterhin im gleichen Umfang zufließen, ohne dass Großbritannien Zahlungen an die EU tätige, heißt es laut Zeitung in den Ministeriumsunterlagen.

    Zuvor berichteten Medien, dass sich die politischen Widerstände zwischen der britischen Regierung und dem Parlament des Landes zuspitzen, weil Premierministerin Theresa May sich weigere, britische Bürger über die Bedingungen des Brexits abstimmen zu lassen. Die Abgeordneten seien besorgt, dass May den „harten Brexit“ bevorzugen werde, trotz ihrer Erklärungen, im gemeinsamen Wirtschaftsraum mit der EU verbleiben zu wollen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Was wird mit dem Brexit? (340)

    Zum Thema:

    Brexit wird Schottland 80.000 Arbeitsplätze kosten
    Nach Brexit: Frankfurt am Main will neue Finanzmetropole werden
    „Bürokratischer Albtraum“: Wird London auf Brexit verzichten?
    Brexit: May opfert EU-Marktzugang für härtere Einwanderungspolitik
    Tags:
    Brexit, EU, WTO, Theresa May, Großbritannien