10:50 27 November 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    41184
    Abonnieren

    Die EU-Kommission will am Freitag die Zugangsbeschränkungen für den russischen Erdgaskonzern Gazprom zur deutschen Opal-Gasleitung aufheben, wie Reuters meldet. Diese Vereinbarung soll bis 2033 gültig sein.

    Demnach soll das russische Unternehmen den auch bisher gültigen Opal-Zugang zu 50 Prozent behalten, obwohl dies den EU-Normen im Bereich der Konkurrenz widerspricht. Zusätzlich bekommt Gazprom nun das Recht, auf Auktionen für weitere 30 bis 40 Prozent zu bieten. Mindestens zehn bis 20 Prozent der deutschen OPAL sollen jedoch immer auch für andere Lieferanten offen sein.

    Eine solche Ausnahme von der EU-Regel soll dann für Gazprom bis 2033 gültig sein. Für die Bundesnetzagentur ist diese dann verpflichtend.

    Die OPAL-Gaspipeline zweigt in der Ostsee von der ersten Nord-Stream-Leitung ab und bringt Gas aus Russland in die EU. Mit der Zugangsbeschränkung wollte die EU eine zu starke Kontrolle der Infrastruktur durch Energieversorger verhindern. Gazprom bemüht sich schon länger darum, bei der EU-Kommission den kompletten Zugang zur Opal-Kapazität erreichen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Widerstand gegen Nord Stream 2: EU sieht Gazprom-Projekt als Gefahr an
    Gazprom und EDF erörtern neue Routen der Gasversorgung Europas
    Rohrlegeschiff „Akademik Cherskiy“ verlässt Mukran – nun auf dem Weg nach Kaliningrad
    Norwegen begeistert von Russlands ökologischem „Weihnachtsgeschenk“
    Tags:
    Gaspipeline, Gazprom, EU-Kommission, Europäische Union, Russland, Deutschland