05:00 01 Dezember 2020
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    Die Golfstaaten haben schon bis zum Jahr 2010 eine Gemeinschaftswährung einführen wollen, dann aber verschoben. Nun hat der Präsident der omanischen Notenbank laut der Nachrichtenagentur „Reuters“ diese Einführung auf der Arabischen Halbinsel als unumgänglich bezeichnet.

    Die Vertreter der omanischen Regierung haben die Erklärung des Zentralbankchefs bislang nicht kommentiert. Ob diese als Startschuss für ein neues Projekt gewertet werden könne, sei daher noch unklar, schreibt die Nachrichtenagentur.

    Zahlreiche Finanziers der Region, die anonym bleiben wollen, betonen jedoch, dass die Einführung einer Gemeinschaftswährung in der nächsten Zeit angesichts technischer Schwierigkeiten und des niedrigen Ölpreises unwahrscheinlich sei.

    Der Kooperationsrat der Golfstaaten hat die Einführung einer gemeinsamen Währung, die eigentlich bis 2010 stattfinden sollte, verschoben – vor dem Hintergrund der damaligen Probleme des Euros.

    Die Golfstaaten kündigten Ende 2007 die Einführung einer Gemeinschaftswährung bis 2010 an. Schon Anfang der Achtzigerjahre erklärten Bahrain, Katar, Kuweit, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Saudi-Arabien die Absicht, eine Währungsunion zu gründen. Vier der Golfstaaten – Katar, Kuweit, Saudi-Arabien und Bahrein – haben dafür eigens einen Währungsrat eingerichtet.

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    Kooperationsrat der Arabischen Golfstaaten (GCC)