11:53 22 Oktober 2018
SNA Radio
    Donald Trump - Archivfoto

    Starinvestor Jim Rogers: Trump? Entweder kolossaler Erfolg, oder Krieg

    © Flickr/ Gage Skidmore
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    11745

    Laut dem Starinvestor Jim Rogers befindet sich die US-Wirtschaft am Rande des Untergangs. Ob nun ein Ausweg gefunden wird oder dieses Szenario obendrein in einen echten Krieg mündet, hängt von der Wirtschaftspolitik des gewählten Präsidenten Donald Trump ab, wie der amerikanische Milliardär und Investor in einem Sputnik-Interview äußerte.

    „Eine Reihe der Vorschläge von Trump wird katastrophale Folgen für die USA haben, andere werden kolossalen Erfolg haben, wenn er sie tatsächlich verwirklicht“, betont der Investor.

    Laut Einschätzungen der Mehrheit der Analysten sollte der US-Dollar nach Trumps Sieg in die Knie gehen, was sich bislang jedoch trotz der Proteste gegen den neu gewählten Präsidenten nicht ereignet hat – ganz im Gegenteil. Für den Starinvestor ist das jedoch kein Grund, den Dollar als stabile Währung zu betrachten:

    „Es herrscht eine Zeit großer Instabilität und Turbulenzen. Wenn Menschen Angst haben, suchen sie nach einem sicheren Platz für ihr Geld. Und viele glauben, dass der Dollar eine gute Fluchtwährung ist — aus historischen Gründen. Das stimmt aber nicht. Die Vereinigten Staaten sind das größte Schuldnerland weltweit und die Situation wird mit jedem Tag schlechter.“

    Genau aus diesem Grund lege der Dollar auch  zu – die Menschen würden glauben, dass dies immer noch eine Fluchtwährung sei, und sich immer mehr Sorgen über eine  Instabilität machen, insbesondere wenn sie darüber lesen, was Trump so verspreche, so der US-Investor. Sollte also der neu gewählte Präsident mit höheren Zöllen auf Einfuhren aus Ländern wie Mexiko und China  tatsächlich einen Handelskrieg entfesseln, werde dies große Problemen verursachen.

    „Ein solcher Konflikt kann zum Bankrott und zu wirtschaftlicher Depression führen. Schlussendlich verwandelt sich ein solcher Handelskrieg in einen wirklichen Krieg. Und es gab in der gesamten Geschichte keinen einzigen erfolgreichen Handelskrieg. Niemand kann diese Kriege gewinnen, auch nicht Menschen, die an deren Erfolg glauben“, so  Rogers.

    Gleichzeitig habe Trump für sein künftiges Wirtschaftsprogramm auch recht brauchbare Ideen geäußert. Sollte also der Präsident seine Absichten, die Steuern zu senken und eine Menge Geld in die Infrastruktur zu investieren, verwirklichen, werde dies zweifellos positive Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben. Die Staatsschulden würden aber auch in diesem Fall das Wirtschaftswachstum bremsen.

    Was jedoch die Ölpreise angehe, so werden diese, nachdem sie ganz unten angekommen seien,  in den kommenden Jahren voraussichtlich deutlich zunehmen.

    In diesem Zusammenhang sei es deshalb durchaus rentabel, in Russland zu investieren, da ein großer Teil des russischen Marktes von den Öl-Reserven abhänge.

    „Ich mache Investitionen in Russland, während wir mit Ihnen sprechen!“, betont der Investor.

    Rogers hatte schon zuvor geäußert, dass Russland ziemlich geringe Staatsschulden habe und die größten Probleme schon überwunden seien. In diesem Zusammenhang sagte der Investor, dass „russische Aktiva“ in Zukunft „verlockend sein können“.

    Der 70-jährige Unternehmer Donald Trump hatte die US-Präsidentschaftswahl vom 8. November 2016 gegen die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, gewonnen. Am 19. Dezember soll seine voraussichtliche Wahl im Electoral College und am 20. Januar die Amtseinführung stattfinden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Bankrott, Öl, Wirtschaft, Krieg, Jim Rogers, Donald Trump, USA