13:48 04 August 2020
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    Die krisengeschüttelte Ex-Sowjetrepublik Ukraine will die Suche nach Öl und Gas im Schwarzen Meer wiederbeleben. Am Donnerstag sollen die vor drei Jahren auf dem nordwestlichen Festlandsockel eingestellten Arbeiten wiederaufgenommen werden, teilte der staatliche Dienst für Geologie und Naturressourcen der Ukraine am Mittwoch mit.

    An diesem Donnerstag soll das Schiff „Iskatel“ mit Ausrüstungen zur seismischen Erkundung an Bord aus Odessa auslaufen.

    Am 10. November teilten die Kiewer Behörden mit, dass das Justiz- und das Außenministerium der Ukraine eine Klage gegen Russland vorbereiten – „wegen der illegalen Förderung von Bodenschätzen im ukrainischen Territorialgewässer“. Am 14. September hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko das Außenamt in Kiew beauftragt, eine Klage gegen Russland bei einem Schiedsgericht einzureichen und Moskau noch am gleichen Tag davon in Kenntnis zu setzen. Aber etwas lief damals schief.

    Kiew wirft Moskau unter anderem Verstöße gegen die UN-Seerechtskonvention von 1982 vor. Es sei daran erinnert, dass die Ukraine ihre Rechte auf Öl- und Gasvorkommen der Krim beansprucht, die sich auf dem Festlandsockel des Schwarzen und des Asowschen Meeres befinden. Die Felder gehören dem auf der Krim ansässigen Unternehmen Tschernomorneftegaz.

    Ihrerseits war die Firma und folglich auch deren Lagerstätten bis zum 17. März 2014 vom Energieversorger Naftogaz Ukrainy kontrolliert worden. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland wurde das gesamte Vermögen von Tschernomorneftegaz nationalisiert. Nach dem Stand vom Oktober 2015 erschließt Tschernomorneftegaz neun Felder im Schwarzen und im Asowschen Meer sowie zwei Vorkommen auf dem Festland.

     

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