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    Autokonzerne müssen bald Servicezentren auf der Krim einrichten – Medien

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    Das russische Ministerium für Industrie und Handel will die Automobilkonzerne verpflichten, in jeder Landesregion, darunter auf der Krim, ihre offiziellen Service-Zentren einzurichten. Wie die Zeitung „Kommersant“ am Freitag berichtet, soll das ein Kriterium für den Zugang der Unternehmen zu staatlicher Unterstützung im Jahr 2017 sein.

    Das Ministerium habe bekräftigt, dass es von den Herstellern und den Importeuren fordert, in allen Landesregionen einen vollwertigen Zugang zu den Garantie- und Dienstleistungen für ihre Fahrzeuge zu gewährleisten. Der Grund sei, dass die Käufer oft genötigt sind, teure Dienste von Mittelsmännern in Anspruch zu nehmen, was vor allem auf der Krim und im Gebiet Kaliningrad der Fall ist.

    Auf der Krim sind offiziell solche russischen Automobilhersteller wie Lada, UAZ und die Gruppe GAZ sowie die PSA Peugeot Citroen und VW Group aus Europa, Hyundai und Kia aus Südkorea, die Unternehmen Lifan, Chery und Geely aus China sowie Nissan aus Japan präsent. Manche Importeure würden über Unterhändler aus Krasnodar oder Noworossijsk agieren, schreibt „Kommersant“.

    Zu den ausländischen Konzernen, die staatliche Subventionen erhalten, aber bislang nicht offiziell auf der Krim vertreten sind, gehören laut der Zeitung Renault, Toyota und Ford. Dabei wird hervorgehoben, dass die chinesischen Unternehmen, deren Händlerzentren seit langem auf der Halbinsel Fuß gefasst haben, noch nicht in das russische Programm ermäßigter Autokredite einbezogen sind.

    In Russlands Antimonopolbehörde wurde der Zeitung mitgeteilt, dass die Idee, die Konzerne zur Eröffnung von Service-Zentren zu verpflichten, keine Unterstützung gefunden habe. Wie es im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung hieß, seien bisher noch keine Informationen zu dieser Initiative eingegangen. Die Assoziation des Europäischen Business (AEB) habe ihrerseits der Zeitung versprochen, die Situation zu kommentieren, sobald das diesbezügliche amtliche Dokument veröffentlicht sei. 

    Wie der Gesprächspartner der Zeitung anmerkte, sind die Unternehmen am Zugang der Verbraucher zu Serviceleistungen und Ersatzteilen interessiert und arbeiten im effektivsten Format, da es für sie sinnlos ist, dort Zentren zu eröffnen, wo sie sich nicht rentieren. Seines Erachtens ist der Markt der Krim für die Konzerne jetzt einfach nicht attraktiv.

    Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Staatsstreich in Kiew. Die ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an.

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    Tags:
    Nissan, Geely, Chery, Lifan, Hyundai, Kia, UAZ, Lada, VW-Konzern, Peugeot, Krim