19:24 23 Februar 2017
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    Norwegen und Finnland bewegen sich auf "Erwärmung" in Beziehungen mit Russland zu

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    Sanktionen gegen Russland (2017) (83)
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    Norwegische und finnische Regierungsmitglieder haben sich erstmals seit mehr als zwei Jahren mit ihren russischen Kollegen getroffen. Dabei haben sie Kooperationen auch im Energiesektor vereinbart, berichtet „The Financial Times“ (FT). Ist das der Anfang vom Ende der Sanktionen?

    Drei norwegische Minister hätten sich diese Woche mit dem russischen Minister für Naturressourcen getroffen. „Dies ist das erste bilaterale Treffen dieser Art seit mehr als zwei Jahren“, betont das Wirtschaftsblatt. Die Minister beider Länder hätten vereinbart, seismische Erkundungsdaten über Öl- und Gaslagerstätten auszutauschen.

    Außerdem habe letzte Woche erstmals seit 2013 der russisch-finnische Wirtschaftsausschuss getagt, schreibt „Financial Times“. Co-Vorsitzende des Gremiums sind der russische Vize-Premier und der finnische Außenhandelsminister.

    Dabei haben Norwegen und Finnland die Beziehungen zu ihrem Nachbarn nach dem Anschluss der Krim an Russland im Frühjahr 2014 eingefroren, betont das Blatt. „Die Regierungen Norwegens und Finnlands beteuern, dass die Wiederaufnahme der Beziehungen sich nicht auf Europas Geschlossenheit bei den Sanktionen – insbesondere in der Energiewirtschaft – auswirken wird“, schreibt FT. „Einige Experten zweifeln jedoch daran“, so die Wirtschaftszeitung.

    „Wir haben eine 1.300-Kilometer-lange gemeinsame Grenze. Deshalb haben wir viele Probleme, um die man sich von Zeit zu Zeit kümmern muss“, sagte der finnische Außenhandelsminister Kai Mykkänen der Zeitung. „Doch wir sind daran interessiert, dass der Westen seine einheitliche Position angesichts von Völkerrechtsverletzungen beibehält. Das Eine schließt das Andere nicht aus“, fügte Mykkänen an.

    „Wir wollen gutnachbarschaftliche Beziehungen zu Russland, ganz besonders im Norden, wo wir eine gemeinsame Grenze und gemeinsame Probleme haben“, sagte die norwegische Handelsministerin Monica Mæland.

    Die Anti-Russland-Sanktionen der EU seien bei diesem Treffen nicht besprochen worden, erklärten die Regierungsmitglieder beider Seiten.

    Der norwegische Außenpolitikexperte Indra Overland betont jedoch, dies sei der Anfang vom Ende der Sanktionen: „Die Sanktionen sind zwar nicht berührt worden, doch der Wunsch nach der Aufrechterhaltung der Sanktionen wird schwächer“, so der Experte vom Norwegischen Institut für Internationale Angelegenheiten.

    Und ein norwegischer Regierungsbeamter erklärte: „Die Unternehmen treiben uns seit einiger Zeit in einen politischen Dialog mit Moskau.“

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    Tags:
    Sanktionen, EU, Kai Mykkänen, Norwegen, Finnland, Russland
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    Alle Kommentare

    • avatar
      Thomas
      Auf und ab mit Schüttelfrost.
      Halt nur eine Wertung.
    • zivilist
      die Kriegshetzer sind gut organisiert, schließlich geht es um ihr Geschäft. Sie haben ihre friedlichen Kollegen in Westeuropas Demokratien schlicht überfahren.
    • Germane
      Es wird schon werden. Langsam bröckelt alles ab um das Merkel !
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      Thomas
      " „Doch wir sind daran interessiert, dass der Westen seine einheitliche Position angesichts von Völkerrechtsverletzungen beibehält. Das Eine schließt das Andere nicht aus“, fügte Mykkänen an.".
      Schon ein starker satz diese in den Raum gestellte Verallgemeinerung.
      Soll ich mit den Verletzungen des Völkerrechts des Westens beginnen?
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      jurgensteinmann
      Unter dem Strich geht es den beiden Ländern ausschließlich um wirtschaftliche Probleme.Die Russischen Sanktionen wirken,wie im übrigen in der ganzen EU,da hat sich Frau Merkel ins eigene Knie geschossen.Das ist mittlerweile allen klar.Die Sanktionsfront bröckelt,der Ölpreis steigt,die Wirtschaft legt zu,die Erfolge in Syrien sind unbestritten,das Ansehen in der Welt ist riesengroß,das Ansehen der USA fällt,die Zusammenarbeit mit anderen Ländern,besonders auch militärisch mit China wächst und die Zustimmung im eigenen Lamd(81%) ist sensationell.Was will der Präsident Russlands mehr?Er wird sich sicher nicht darauf ausruhen.
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      hihardt
      Gemeinsame Probleme und Interessen werden auf Dauer die hegemoniale Sturheit des Westens verdrängen. Das kann man im Sinne einer friedlichen Koexistenz nur hoffen.
    • Earnie,
      Liebe Finnen, kommt den machthungrigen Nachbarn mal nicht zu nahe. Erinnert euch lieber mal an den Finnlandkrieg. Und führt euch vor Augen wie es den Balten mit Ihrem großen Nachbarn dieser Tage gerade geht.
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