08:12 01 Dezember 2020
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    Nach dem Scheitern des von Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi initiierten Volksentscheids ist der Euro als Gemeinschaftswährung Europas bis auf 1,0506 Dollar gefallen. Der Kurs rutschte damit auf den niedrigsten Stadt der letzten 20 Monaten und lag um rund 1,5 Prozent im Minus, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet.

    So schwach wie jetzt war der Euro-Kurs demnach zuletzt im März 2015. Später konnte sich die Währung leicht erholen und lag bei einem Minus von ungefähr einem Prozent.

    Die Gegner einer Verfassungsreform in Italien haben mit einer Mehrheit von 59,11 Prozent bei dem von Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi initiierten Referendum vom Sonntag gewonnen, wie das Innenministerium des Landes meldet.

    Nach Auszählung aller Stimmen steht das Endergebnis des Volksentscheids fest: 59,11 Prozent „Nein“-Stimmen überwiegen über 40,89 Prozent der „Ja“-Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 65.47 Prozent.  

    Noch in der Nacht auf Montag hatte Premier Matteo Renzi angekündigt, dass er am Montag seinen Rücktritt bei dem Präsidenten Sergio Mattarella einreichen wird. Es ist möglich, dass nach Renzis Rücktritt eine Übergangsregierung eingesetzt wird, bis es 2018 neue Parlamentswahlen gibt. Möglich sind aber auch Neuwahlen im kommenden Jahr. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Mattarella ein Rücktrittsgesuch Renzis ablehnt.

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    Tags:
    Rekord-Tief, gestürzt, Kurs, Scheitern, Rücktritt, Währung, Referendum, Verfassungsreform, Euro, Matteo Renzi, Europäische Union, Italien