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11:55 20 September 2019
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    Röhren für die Gaspipeline Turkish Stream

    Gazprom: Bau von Turkish-Stream-Seeabschnitt startet im zweiten Halbjahr 2017

    © Foto: TurkStream
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    Der Bau des Seeabschnittes der Gaspipeline „Turkish Stream“ wird in der zweiten Jahreshälfte 2017 aufgenommen, wie der Vorstandsvorsitzende des russischen Gaskonzerns „Gazprom“, Alexej Miller, am Dienstag zu Journalisten sagte.

    „Jetzt können wir mit Zuversicht sagen, dass der Bau des Seeabschnittes der Gaspipeline ‚Turkish Stream‘ im zweiten Halbjahr 2017 begonnen wird und dass die beiden Stränge bis Ende 2019 in Betrieb genommen werden“, sagte Miller.

    Zuvor hatte der russische Energieminister Alexander Nowak erklärt, dass die Verlegung der Rohrleitung im Jahr 2017 gestartet würde und die Inbetriebnahme des See- und des Bodenabschnittes gegen Ende 2019 geplant sei.

    Am 10. Oktober hatten Russland und die Türkei in Istanbul ein Regierungsabkommen über die Realisierung des Gasprojekts Turkish Stream unterzeichnet. Das Dokument sieht die Verlegung von zwei Strängen auf dem Grund des Schwarzen Meeres vor.

    Jeder Strang soll eine Jahreskapazität von rund 15 Milliarden Kubikmetern haben. Der erste Strang ist ausschließlich für die Türkei bestimmt. Über den zweiten Strang könnte ab Ende 2019 auch der europäische Markt mit russischem Gas versorgt werden.

    In der EU entsteht derweil eine Energieunion, die Versorgungswege und den Ursprung von Energieträgern diversifizieren soll. Die EU hat ein starkes Interesse an verflüssigtem Gas, dessen Anlieferung im Vergleich zu dem über Pipelines geliefertem Gas jedoch teurer ist und wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.

    Außerdem strebt die EU an, ihre Abhängigkeit von importierten Energieressourcen, darunter auch von russischem Gas, zu reduzieren. Gleichzeitig setzt sich die EU aktiv für die Beibehaltung des Transits russischen Gases über die Ukraine ein und hält unter den geplanten Gasleitungsprojekten „South Stream“ für vorrangig. Das Projekt soll in den kommenden Jahren aserbaidschanisches Gas auf den europäischen Markt bringen. Auch BP ist an diesem Projekt beteiligt.

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    Baubeginn, British Petroleum (BP), South Stream Transport, EU, Turkish Stream, Alexander Nowak, Alexej Miller, Aserbaidschan, Türkei, Russland