12:32 24 Januar 2018
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    Bloomberg nennt Wirtschafts-Risiken 2017: Diese Sorgen halten Ökonomen nachts wach

    © REUTERS/ Kai Pfaffenbach
    Wirtschaft
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    Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg sieht die größten Risiken für die Weltwirtschaft 2017 in der Politik des designierten US-Präsidenten Donald Trump und in den kommenden Wahlen in Europa. Das ergab eine Umfrage der Agentur, bei der 146 Experten gefragt wurden, welche Sorgen sie in Bezug auf das kommende Jahr nachts wach hielten.

    Die USA und die EU, einst Bastionen der politischen Stabilität, „exportieren“ jetzt politische Risiken in den Rest der Welt, so Bloomberg. Die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, sowie Trumps Wahlsieg seien nur zwei Beispiele von Fällen, die die Investoren erwarteten.

    Besondere Sorgen bereitet den Experten die Ungewissheit über die künftige Politik von Trump: 38 Prozent der Befragten bezeichneten diese als die größte Bedrohung für die globale Sicherheit.

    Laut Alison Graham, dem Vorstand im Investitionsgeschäft von Voltan Capital Management, wird Trumps Neigung zu Ausfällen und Eskalation von Konflikten das Gefühl  einer andauernden globalen Krise schaffen.

    Die kommenden Wahlen in Europa, darunter auch in Deutschland und Frankreich, seien ebenso besorgniserregend wie Trumps Außenpolitik.

    Der Ökonom Enver Erkan sieht die größte Gefahr in politischen Unruhen in Europa, wie etwa eine mögliche Regierungskrise in Italien oder dass die rechtskonservative Marine Le Pen die nächste französische Präsidentin werden und ihre Anti-EU-Agenda umsetzen könnte.

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    Tags:
    Risiken, Wirtschaft, Donald Trump, Europa, USA
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