16:57 18 November 2019
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    Russische Flugzeuge Il-80 und MiG-29Russischer Rüstungskonzern Rosoboronexport

    Wie Digital-Kameras US-Sanktionen gegen russischen Rüstungskonzern mildern

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    Sanktionen gegen Russland (2017) (146)
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    Die USA haben ihre einseitigen Sanktionen gegen die russische Waffenausfuhr-Behörde Rosoboronexport abgeschwächt, um die von Russland im Rahmen des Vertrages über den Offenen Himmel (OH-Vertrag) genutzte spezielle Digitalausstattung kaufen zu können, wie per US-Amtsblatt Federal Register mitgeteilt wird.

    Demnach wurde ein Verbotspunkt gestrichen, der den Kauf von Sensor-Kameras des Typs OSDCAM4060, die russische Flugmaschinen im Rahmen der Beobachtungsflüge nutzen, betraf. Mit dem Kauf der russischen Geräte könnten die USA besser die Erfüllung der vertraglichen Bedingungen von russischer Seite kontrollieren.

    Im Sommer 2014 hatte Russland als eines der ersten Länder den elektro-optischen Sensor zum Einsatz im Rahmen des OH-Vertrags zertifiziert. In den USA soll sich ein solches Gerät noch in der Entwicklung befinden.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind seit dem Ausbruch der Ukraine-Krise im Jahr 2014 nachhaltig belastet. Die EU und die USA haben die anfangs gegen natürliche Personen und einzelne Unternehmen verhängten Sanktionen auf ganze Sektoren der russischen Wirtschaft ausgedehnt. Russland reagierte mit Einschränkungen der Lebensmittelimporte aus jenen Ländern, die diese Sanktionen unterstützten.

    Der Vertrag über den Offenen Himmel (OH-Vertrag oder Open Skies) war im Jahr 1992 in Helsinki von 27 Mitgliedstaaten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unterzeichnet worden. Ziel ist es, gegenseitige Verständigung und Vertrauen zu festigen. Russland ratifizierte den Vertrag am 26. Mai 2001.

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    Flugzeuge, Kameras, Sanktionen, OH-Vertrag, USA, Russland